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Setzungen bei der Nordumfahrung

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Das ist das Straßenstück der Traunsteiner Nordumfahrung durch das Moorgebiet Trenkmoos. Im Bereich der Amphibiendurchlässe hat sich die Fahrbahn so stark abgesenkt, dass sie nun ausgebessert werden musste. (Foto: Oberkandler)

Traunstein – Noch keine drei Jahre ist die Traunsteiner Nordumfahrung in Betrieb und schon musste ein Bautrupp anrücken, um die Fahrbahn auszubessern. Grund ist der weiche Untergrund im Moorgebiet Trenkmoos, also der Streckenabschnitt zwischen der Ausfahrt Kammer und dem Ettendorfer Tunnel.


In diesem sensiblen Bereich auf extrem moorigem Untergrund gibt es drei Durchlässe für Amphibien, über denen sich die Fahrbahn nach und nach so stark gesenkt hat, dass das erhebliche Komforteinbußen für die Autofahrer bedeutete. Das bestätigte gestern auch der Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein, Sebald König, in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, wenige Stunden, nachdem die Ampeln abgebaut waren und der Verkehr im betreffenden Bereich wieder ungehindert fließen konnte. Die Maßnahme kostete rund 13 000 Euro.

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»Wir wussten bereits vor Baubeginn der Nordumfahrung, dass es im Bereich der Amphibiendurchlässe kritisch wird«, ergänzte König. Deshalb habe man schon zwei Jahre zuvor Vorschüttungen vorgenommen, damit der Untergrund sich ein wenig verdichten konnte. So habe man einen Teil der späteren Gewichtsbelastung schon im Voraus simuliert.

»Aber auf einem so moorigen Untergrund ist es immer kritisch«, betonte der Behördenleiter. Angesichts des hohen Standards beim Tier- und Umweltschutz in Deutschland seien die Durchlässe für Amphibien zwingend vorgeschrieben. Auch deren komfortable Größe sei durch Normen und Gesetze festgelegt.

Mit den Flickarbeiten habe man jetzt immerhin erreicht, dass der Fahrkomfort auf dem ebenen und fast geraden Straßenstück deutlich verbessert wird. Ob die Maßnahme aber dauerhaft Erfolg bringen wird, müsse man abwarten. -K.O.-

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