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Sepp Hollerauer bekam die Bezirksmedaille

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Sepp Hollerauer (links) aus Grabenstätt gehörte zu jenen Bürgern, die in München für ihr »außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement« mit der Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern ausgezeichnet wurden. Bezirkstagspräsident Josef Mederer nahm die Ehrung vor.

Grabenstätt. »Viel ehrenamtliches Engagement, Herzblut für die Musik und ein großes Herz für die Jugendarbeit – das, so meine ich, gehört ausgezeichnet.« Das waren die Worte von Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Verleihung der Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern an den Ehrendirigenten der Musikkapelle Grabenstätt und langjährigen Vorsitzenden des Bezirksmusikverbandes Chiem- und Rupertigau, Josef Hollerauer.


»In dem, was dieser Mensch macht, ist Musik drin, sowohl im wörtlichen wie im übertragenen Sinn«, sagte Mederer und würdigte damit das Lebenswerk des Grabenstätter Volksmusikexperten. Die Laudatio hielt er im Plenarsaal des Bezirks in München, wo neben Hollerauer noch 14 weitere Bürger aus Oberbayern die Bezirksmedaille erhielten. Dazu gehörte auch Johann Gastager aus Palling.

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Begonnen hat bei Hollerauer alles vor 53 Jahren mit seinem Eintritt in die neugegründete Trachtenmusikkapelle Holzkirchen. 1972 gehörte er dann zu den Gründern der »Söllhubener Dorfmusikanten«, die er bis 1979 leitete. Ein Jahr später übernahm er die Leitung der Jugendkapelle Grabenstätt und hat diese als Dirigent bis zur Oberstufenkapelle geführt. 1998 beendete er seine Tätigkeit als Musikmeister und Dirigent der Musikkapelle Grabenstätt. Hollerauer treffe nicht nur musikalisch immer den richtigen Ton, sondern auch im Umgang mit Mitmenschen, lobte der Bezirkstagspräsident.

Die »souveräne und bescheidene Art« Hollerauers öffne ihm die Herzen seiner Mitmenschen, so Mederer. Und gepaart mit seiner hohen Fach- und Sachkompetenz gelinge es ihm wie kaum einem Zweiten, Menschen zu überzeugen. Hollerauer sei es zu verdanken, dass sich der Bezirksmusikverband Chiem- und Rupertigau, dem er von 1995 bis Anfang 2013 vorstand, zu einem »Vorreiterbezirk innerhalb des Musikbundes« entwickeln konnte.

Mederer bezeichnete den Geehrten als »einen der Pioniere bei der Etablierung von Bläserklassen«, der die Ausbildung der Blasmusikanten und vor allem der Jugend »mit hohem persönlichen Engagement und sehr großem Erfolg« vorangetrieben habe. Ihm sei es zu verdanken, dass die Zahl der Prüfungen zum Leistungsabzeichen von etwa 50 auf mehr als 250 jährlich anstieg. Auch die Anzahl der Mitgliedskapellen im Bezirksmusikverband habe sich damals fast verdoppelt.

Der 66-jährige Hollerauer, der 1946 in Holzkirchen geboren wurde und seit 1976 in Grabenstätt lebt, sprach von einer »schönen Sache«, doch habe so eine Medaille immer zwei Seiten, eine gehöre der Ehefrau, denn »wenn die nicht mittut, kann man das gar nicht machen«. mmü