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Sepp Grießenböck weiterhin Vorsitzender

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Der Förderverein wird die Aufhellung des Deckenfreskos mit der Darstellung der Fronleichnamsprozession in Grassau finanziell fördern. An einem Eck wurde bereits versucht, wie das Gemälde unter dem Empore nach der Aufhellung wirken wird.

Grassau. Neun Jahre nach der Gründung hat der Förderverein zur Sanierung der Pfarrkirche weiterhin große Aufgaben, denn die Sanierung des Kulturdenkmals ist noch lange nicht abgeschlossen. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof zur Post wurde Sepp Grießenböck für weitere drei Jahre wiedergewählt.


Als 2. Vorsitzenden konnte Fritz Seibold gewonnen werden. Margarete Huber bleibt Schriftführerin und um die Finanzen kümmert sich weiterhin Annette Herzinger. In den Beisitz wählte die Versammlung Anton Schmid, Martin Huber und Peter Enzmann. Irmi Schmid erklärte sich bereit, weiterhin die Kasse zu prüfen.

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Als der Förderverein vor neun Jahren gegründet wurde, war das Ziel, zehn Prozent der katholischen Pfarrgemeindemitglieder für eine Mitgliedschaft gewinnen zu können, so Grießenböck. Leider sind es nur 89 Mitglieder, was in etwa drei Prozent der Pfarrgemeindemitglieder ausmache. Dennoch sei es gelungen, in den neun Jahren bereits 45 000 Euro zur Mitfinanzierung von Renovierungskosten beizutragen. So wurde die Kirchenkomplettsanierung bezuschusst, wie auch die Holzwurmbekämpfung übernommen. Drei Zunftstangen wurden aus den Fördermitteln des Fördervereins restauriert und der Siebenzufluchtenaltar wurde hergerichtet. Auch die Restaurierung der Skapuliermadonna übernahm zum Teil der Förderverein. Im vergangenen Jahr galt es die Komplettierung der Figuren am Siebenzufluchtenaltar zu finanzieren. Insgesamt leitete der Verein 2013 knapp 4600 Euro an die Katholische Kirchenstiftung weiter.

Zudem sei vorgesehen gewesen, für die Sanierung der Ölbergnische Gelder bereit zu stellen. Doch gehe diese Sanierung leider nicht so voran. Hierzu informierte Pfarrer Andreas Horn, dass die Verzögerung durch das Landesamt für Denkmalschutz resultiere. Bereits seit drei Jahren werde versucht diese Nische herzurichten.

Grießenböck erklärte, dass der Förderverein keine Aufträge erteile, sondern Sanierungsmaßnahmen mitfinanziere. Als nächstes größeres Objekt stehe die Totenkapelle an. Eine finanzielle Beteiligung sei bereits beschlossen. Vielleicht lasse sich die Restaurierung des Freskos unterhalb der Empore, das Aufhellen der Fronleichnamsprozession, schneller realisieren, hofft Grießenböck.

Flohmarktartikel sind noch gesucht

Um finanziell unterstützen zu können und neben den Mitgliedsbeiträgen weitere Mittel erwirtschaften zu können, organisiert der Förderverein zwei Flohmärkte, am Georgi-Markt wie auch am Michaeli-Markt. Wer für die Flohmärkte etwas zur Verfügung stellen möchte, kann die Sachen bei einem der Vorstandsmitglieder abgeben. Zudem werde jedes Jahr eine Sammlerweihnachtskugel mit geringer Auflage angeboten. Sehr gut ließ sich die goldene Weihnachtskugel von 2013 verkaufen. Bis auf einen kleinen Rest seien alle Kugeln weg. Auch dieses Jahr wird es wieder eine neue Kugel mit einem Motiv aus der Pfarrkirche geben. Bereits im April werde über das Motiv entschieden. Grießenböck bedankte sich bei den Grassauer Geschäftsleuten, die die Kugeln für den Verein in ihren Geschäften angeboten haben. Auch dankte er nochmals dem ehemaligen 2. Vorsitzenden Raimund Schupfner, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren konnte. Schupfner habe sehr viel für den Förderverein getan, hieß es.

Einen umfassenden Kassenbericht unterbreitete Annette Herzinger, die von einem Gewinn im Jahr 2013 von rund 7000 Euro sprach, wobei bereits 4600 Euro an die Kirchenstiftung weitergeleitet wurden. Pfarrer Andreas Horn dankte für die Unterstützung und betonte, dass viele Restaurieren ohne den Förderverein nur schwer oder gar nicht zu finanzieren seien, es aber wichtig sei, das Kulturerbe, die schöne Pfarrkirche, zu erhalten. Er hoffe, dass sich das Restaurierungskonzept für das Fresko schneller realisieren lasse und dieses schöne Gemälde bald wieder in vollem Glanz erstrahlt. Sicherlich sei auch hier mit hohen Kosten zu rechnen. tb