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Sepp Daxenberger kandidiert nicht als Bürgermeister

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Felizitas Heuckmann und Franz Prambs wurden bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Seeon-Seebruck neu in die Vorstandschaft gewählt. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck. CSU-Ortsvorsitzender Sepp Daxenberger wird bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr definitiv nicht als Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck kandidieren. Das erklärte der Schreinermeister bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes beim Hafenwirt in Seebruck. Eine Kandidatur stehe für ihn außer Frage: »Ich werde beruflich gebraucht«, erklärte Daxenberger, der auch wieder an die Spitze des Ortsverbandes gewählt wurde.


Wie Daxenberger, der vom Ortsverband als Bürgermeister-Kandidat gehandelt worden war, weiter einräumte, wäre er auch als ehrenamtlicher Bürgermeister – wie im Ortsverband diskutiert – nicht angetreten. Mit dieser klaren Aussage ist die CSU jetzt gefordert, nach einem anderen Kandidaten Ausschau zu halten: »Bis jetzt haben wir noch keinen auf dem Markt, der diskutierbar ist«, sagte Daxenberger, der sich als Nachfolger vom Bürgermeister Konrad Glück einen Teamspieler mit Kapitänspatent wünscht.

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Im Gemeinderat stellt die CSU im Moment fünf Vertreter, die auch für die nächste Periode wieder kandidieren möchten und ihre »Steckenpferde« herausstellten. Als Nachrücker von Hannes Pfannes, der sein Mandat im letzten Jahr niedergelegt hat, räumte Franz Wörndl ein, dass die Arbeit im Gremium bisher sehr interessant finde und er sich auch weiter für die Gemeinde einsetzen wolle. Der Behindertenbeauftragte Josef Eiblmaier lobte die Unterstützung der Gemeinde bei der Umsetzung von behindertengerechten Einrichtungen. An die Versammlung richtete er die Bitte, mit offenen Augen durch die Gemeinde zu gehen und Barrieren für behinderte Menschen abzubauen. Josef Freiwang sorgt sich um den Flächenverbrauch für Neuausweisungen und Ausgleichflächen; dieser sei auch in der eigenen Gemeinde gigantisch.

Dem Landfraß müsse konsequent entgegengetreten werden, forderte er in Richtung des designierten CSU-Landratskandidaten Sigi Walch, der als Wahlleiter fungierte und zum Anliegen von Freiwang auch kurz Position bezog. Nach seinem Empfinden lägen die meisten Spannungsfelder in den Gewerbeflächen, sagte Walch. Ein grundsätzliches Nein zu Neuausweisungen werde man aber von ihm nie hören, gab er zu. In seinen Augen könnten jedoch durch ein gezieltes Standortmanagement auch über die Gemeindegrenzen hinaus Flächen gespart werden.

Michael Regnauer forderte, mit den Energie-Ressourcen sparsam umzugehen und die Entwicklung der Gemeinde in Form eines Masterplans voranzutreiben. So sollte beispielsweise auch beim Bau des neuen Rathauses in Richtung Passiv-Haus gedacht werden. Sofern alles planmäßig verläuft, soll im nächsten Jahr mit dem Bau eines neuen Rathauses in Seebruck begonnen und damit sollen gleichzeitig die Verwaltungsstellen in Seebruck und Seeon zusammengelegt werden. Die Hülle sei eines, wichtiger sei aber der Geist, der darin herrsche, betonte Daxenberger, der wieder an die Spitze des Ortsverbandes gewählt wurde.

Weiterhin als Stellvertreter zur Seite stehen ihm Josef Hiebl und Dr. Ernst Stephan. Neu in das Gremium gewählt wurden Franz Prambs, der Hannes Pfannes als Schatzmeister ablöste, sowie Felizitas Heuckmann, die als Nachfolgerin von Schriftführer Günther Hartmann nachrückte. Außerdem wurden fünf Beisitzer gewählt und je sechs Delegierte und Ersatzdelegierte für die Kreisvertreterversammlung. ga