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Seniorenkompass wurde vorgestellt

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Traunstein. Im Landkreis Traunstein leben fast 37 000 Einwohner, die älter als 65 Jahre sind. Um ihnen bei Alltagsproblemen und Krisensituationen beiseite zu stehen, hat der Landkreis einen neuen »Seniorenkompass« herausgegeben.


Im Kreissozialausschuss unter Vorsitz von Landrat Siegfried Walch stellte die Seniorenbeauftragte, Angelika Hackner, das Werk vor. Laut Hackner hat der neue Seniorenkompass »Handtaschenformat«. Das Heft liege in allen Gemeinden aus. Der Inhalt sei das Ergebnis zahlreicher Anfragen von Bürgern im Landratsamt und bei den Kommunen, aber auch von Gesprächen mit den Gemeinden. Wie Hackner informierte, verfügten bereits viele Kommunen über spezielle Ansprechpartner für ältere Bürger. Wohlfahrtsorganisationen, Ansprechpartner, der Bereich »Wohnen« mit ambulanten und stationären Einrichtungen, der Lebensabend – über all diese Themen gebe der Seniorenkompass Auskünfte. Außerdem seien alle wichtigen Infostellen und ein Stichwortverzeichnis als Suchhilfe enthalten. Der Landrat zollte der Seniorenbeauftragten »Respekt für hervorragende Arbeit« – für das Druckwerk selbst, aber auch hinsichtlich des eingehaltenen Zeitplans.

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Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) äußerte die Bitte, sich im Sozialausschuss mit dem Thema »Wohnen im Alter« zu beschäftigen und zusammen mit der kreiseigenen Wohnbaugesellschaft ein Modellprojekt für Betreutes Wohnen zu entwickeln. Die Kreisaltenheim GmbH komme dafür auch in Betracht, ergänzte Walch. Angelika Hackner meinte dazu: »Wir sind an dem Thema ganz nah dran.« Viele alte Menschen wollen nicht aus ihren bisherigen Wohnungen ausziehen. Andere Hilfen seien gefragt. Irmingard Siglreithmayer (CSU) argumentierte, nicht alle Senioren wollten Betreutes Wohnen beziehungsweise könnten es sich nicht leisten. »Nicht zusätzlich Leute aus Ballungsräumen her ziehen, weil es bei uns schön ist«, wollte Franziska Mayer (CSU). Waltraud Wiesholler-Niederlöhner meinte, es gebe viele und tolle Modelle – «warum nicht auch im Landkreis Traunstein?« Der Landrat empfahl, offen an die Diskussion heranzugehen – angesichts der demografischen Entwicklung mit viel mehr und viel aktiveren Senioren. kd