weather-image
26°

Seniorenbeirat auf der »Truna«

0.0
0.0

Traunstein – Der Seniorenbeirat der Stadt Traunstein wird sich zusammen mit der Stadt an einem Ausstellungsstand auf der Gewerbeschau »Truna« präsentieren. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dr. Frieder Klein, berichtete über entsprechende Gespräche mit der Seniorenbeauftragten der Stadt, Eva Schneider.


Sie erklärte nun, dass der ins Auge gefasste Seniorentag (9.   Oktober) nicht frei sei, weil sich an diesem Tag die Partnerstädte Traunsteins am Ausstellungsstand vorstellen. Die Stadt Traunstein feiert in diesem Jahr das 30. Jubiläum mit ihrer Partnerstadt Wesseling am Rhein. Dafür wird der Stand der Stadt gebraucht. Der Seniorenbeirat ist jetzt einen Tag eher auf der »Truna«, um seine Arbeit vorzustellen. Friedl Bogner gab zu bedenken, wenn der Freitag offiziell Seniorentag bleibe, gebe es am Donnerstag keinen verminderten Eintrittspreis für Senioren. Mit Oberbürgermeister Christian Kegel soll versucht werden, eine Klärung zu schaffen.

Anzeige

Klein ging auch auf das Thema barrierefreies Wohnen in Traunstein ein. Möglich seien alternative Wohnstrukturen mit Mehrgenerationenhäusern, Seniorengenossenschaften oder Gemeinschaftshäusern. Etliche Neubauten wiesen bereits Barrierefreiheit auf. Offen blieben jedoch die Kosten für die Mieter bzw. die Bewohner der zu schaffenden Einrichtungen.

Bei bestehenden Wohnungen gebe es gesetzlich überhaupt keine Möglichkeit, die Eigentümer von Altbauwohnungen zu einer barrierefreien Sanierung zu zwingen. »Hier kommt man ganz schnell an die Grenzen des Machbaren«, sagte Klein. Wohneinheiten in Wohnblocks seien oft gar nicht oder nur in einem sehr begrenzten Umfang umzurüsten. Die anfallenden Kosten, um die baurechtlichen Vorschriften zu erfüllen, könnten aber niemals über die dafür notwendigen Mieten abgegolten werden.

Otto Blaß schilderte seine Eindrücke vom Aktionstag »Barrieren erleben« der Stadt. Die vermittelten Eindrücke bei einer Fahrt mit dem Rollstuhl, einem Spaziergang mit einem Blindenstock und Gesprächen mit Gehörlosen über eine Dolmetscherin für Gebärdensprache seien »unter die Haut« gegangen. An ihn sei der Wunsch herangetragen worden, bei Erkundigungen zum Barriereabbau nicht nur Architekturbüros, sondern auch Betroffene heranzuziehen.

Oberbürgermeister Kegel sah ebenfalls die Notwendigkeit, tätig zu werden. Traunstein sei Modellkommune für das Projekt »Bayern barrierefrei 2023« und habe eine Liste mit Maßnahmen erstellt. Die Stadt bekomme jedoch keine Fördermittel vom Freistaat. »Wir müssen es nun langsam angehen, weil kein Geld für großartige Veränderungen vorhanden ist«, so Kegel.

Peter Perseis regte an, nach dem nun beschlossenen Jugendtreff in der Güterhalle auch einen Seniorentreff einzurichten. Außerdem sagte Perseis, die Stadt solle die Gründung des »Chiemgau Theater« unterstützen. Das Vereinshaus sei ein kulturträchtiges Gebäude. Die Senioren würden sich freuen, wenn sie dort wieder ins Theater gehen könnten, meinte auch Jutta Bräutigam. Oberbürgermeister Kegel sagte dazu, dass der Stadtrat für das Theater gestimmt habe. Was die Stellplätze betreffe, gebe es eine Verordnung, die auch für den Betreiber des Theaters gelte. Von der Möglichkeit, einen Antrag auf Stundung der Ablöse zu stellen, habe er keinen Gebrauch gemacht. Bjr