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Selige Irmengard starb vor 1150 Jahren

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Klosterspiritual Konrad Kronast und Abt em. Christian Haidinger vom Stift Altenburg bei der festlichen Prozession anlässlich des Irmengardfestes auf der Fraueninsel. (Foto: Thümmler)

Chiemsee – Ein besonders großer und festlicher Tag für die Fraueninsel und das Kloster war das Irmengardfest – jährte sich doch zum 1150. Mal der Todestag der seligen Irmengard, der ersten Äbtissin des Klosters der Benediktinerinnen auf der Fraueninsel. Das Fest wurde mit einem Festgottesdienst, den Abt em. Christian Haidinger vom Stift Altenburg zelebrierte, begangen. Haidinger vertrat gleichzeitig auch die österreichische Benediktiner-Kongregation.


Die traditionelle und festliche Prozession mit der Musikkapelle Wasserburg, der Gebirgsschützen-Kompanie aus Bad Endorf, den Ordensfrauen des Konvents mit Äbtissin Johanna Mayer und dem Abt führte vom Klosterhof über die Torhalle zum Münster, wo der Festgottesdienst stattfand. Gläubige aus dem gesamten Chiemgau waren gekommen.

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Abt Haidinger sagte, das segensreiche Wirken der seligen Irmengard sei bis in die Gegenwart spürbar. Irmengard, Tochter Ludwig des Deutschen, sorgte während ihrer Regierungszeit nicht nur für die Klostergemeinde, sie vergaß auch nicht die Belange der Inselbewohner. Sie hortete im Kloster nicht reiche Schätze, sondern öffnete die Pforten, um auszuteilen und Trost zu spenden. Laut Überlieferung habe es zu ihren Lebzeiten rings um den ganzen Chiemsee keine Armen gegeben. So sei Irmengards Leben reich erfüllt und äußerst intensiv gewesen. Es währte allerdings nur sehr kurz.

Sie starb, erst etwas über 30 Jahre alt, am 16. Juli 866. Der Festgottesdienst wurde wie alle Jahre nach einer schönen Tradition musikalisch umrahmt von der Chorgemeinschaft Prien unter Leitung von Rainer Schütz. Es erklang eine Messe von Joseph Haydn, die Missa Sancti Nikolai in G-Dur für Soli, Chor und Orchester. th