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Selbstlose Unterstützung in Not geratener Menschen

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Josef Hofbauer (links) ist seit fast 55 Jahren Mitglied des Burschenvereins Nußdorf. Vorsitzender Johannes Pöschl (Mitte) und sein Stellvertreter Felix Osenstätter dankten für die Vereinstreue und überreichten das Ehrenzeichen. (Foto: Volk)

Nußdorf – Die Reform und Verabschiedung der Vereinssatzung ist im Mittelpunkt der Jahreshautversammlung des Burschenvereins Nußdorf gestanden. Mit der neuen Satzung bekräftigt der Verein erneut den vorrangigen Vereinszweck »der selbstlosen Unterstützung in Not geratener Menschen« sowie die finanzielle Förderung sozialer und kirchlicher Einrichtung. Der Verein hält damit an der Tradition der Arbeiter- und Burschenvereine fest. Die Mitgliederversammlung stimmte der neuen Satzung ohne Gegenstimme zu. Die Satzung trat damit unmittelbar in Kraft.


Mit dem goldenen Vereinszeichen ehrte der Burschenverein die Mitglieder Josef Hofbauer und Georg Fischhaber für ihre langjährige Vereinstreue. Bei der Jahreshauptversammlung überreichten Vorsitzender Johannes Pöschl und sein Stellvertreter Felix Osenstätter das Ehrenzeichen und würdigten die mehrere Jahrzehnte währende Vereinszugehörigkeit.

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In seinem Bericht blickte Vorsitzender Pöschl auf ein sehr aktives Vereinsjahr zurück. Höhepunkt war die »Mega-Fight-Night«, eine Partyveranstaltung, die trotz einiger Widrigkeiten wie Starkregen, Blitzeinschlag und Stromausfall »ein ganz ansehnlicher Erfolg war«, so der Vereinsvorsitzende. Beim Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine, zugleich Gründungsfest des Burschenvereins Vachendorf, gewannen die Nußdorfer den zweiten Meistpreis. Für 115 Teilnehmer wurden die Nußdorfer mit einem schmucken Humpen belohnt. Zum zweiten Mal übernahm der Burschenverein die Patenschaft für eine Gewalt-, Sucht- und Gesundheitsprävention an der Nußdorfer Grundschule.

Der Vereinsausflug führte zum Karpfhamer Fest und zur Rottalschau, einer großen Landwirtschaftsausstellung. Beim Weinfest der Nußdorfer Ortsvereine übernahm der Burschenverein wie immer den Barbetrieb. Bereits zum 32. Mal richtete die Burschenschaft die Bergmesse an der Hörndlwand aus, die wegen schlechten Wetters in eine nahe Almhütte verlegt werden musste. Pater Liviu Romila und eine Bläsergruppe der Musikkapelle Nußdorf gestalteten das Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder. Der Burschenverein beteiligte sich an allen örtlichen, kirchlichen und weltlichen Festen und besuchte die Veranstaltungen der benachbarten Burschenvereine. Mit dem Verlesen der Vereinschronik rief Schriftführer Thomas Trippen das Vereinsgeschehen des vergangenen Jahres noch einmal in Erinnerung.

Kassier Andreas Kaiser gab einen Überblick über den Stand der Vereinsfinanzen. Trotz eines Verlusts von rund 1600 Euro steht der Verein auf einer soliden finanziellen Basis. Mit 1800 Euro an Spenden wurden – gemäß dem Vereinszweck – soziale und kirchliche Projekte unterstützt. Kassenprüfer Franz Purzeller berichtete von geordneten Finanzen und einer einwandfreien Buchhaltung. Die Mitgliederversammlung erteilte die Entlastung der Vorstandschaft.

Mit sechs Neuaufnahmen braucht sich der Verein um die Zukunft und seinen Fortbestand keine Sorgen machen. Bürgermeister Hans Gnadl bezeichnete den Burschenverein als aktiven Ortsverein, der vor allem für die junge Generation aktiv ist und Veranstaltungen organisiert. Das sei wichtig, damit die Jugend erkennt, dass auch in heimlichen Gefilden »was Gscheids los ist«, so der Bürgermeister. Doch auch für ein lebendiges Gemeinde- und Vereinsleben, auch für die ältere Generation engagiere sich der Burschenverein, lobte Gnadl.

In seiner Vorschau kündigte Vorsitzender Johannes Pöschl einen Vereinsausflug im Frühjahr an. Der Termin und das Ziel werden noch bekannt gegeben. Ganz sicher wird der Verein am Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine in Höslwang teilnehmen. Die traditionelle Bergmesse wird am 4. September auf der Hörndlalm gefeiert. pv