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Selbstjustiz auf der Autobahn

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Siegsdorf – Ein Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr erwartet einen 30-jährigen Österreicher türkischer Herkunft, der auf der Autobahn einen anderen Verkehrsteilnehmer zum Anhalten auf der Fahrspur zwang.


Nach Angaben der Verkehrspolizei Traunstein stellten zwei Beamte im Rahmen einer Streifenfahrt am Donnerstag gegen 18.35 Uhr einen Stau zwischen Siegsdorf und Neukirchen fest. Am Beginn des Staus stand ein VW Passat, dahinter stand ein Kleintransporter. Ursache war jedoch nicht ein Unfall oder eine Panne, wie die Beamten zunächst annahmen, sondern ein Akt der Selbstjustiz.

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Dem VW-Fahrer ging es zuerst nicht schnell genug. Er fuhr dem Kleintransporter aus Slowenien, dessen Fahrer gerade mit circa 120 km/h Lastwagen überholte, dicht auf und betätigte mehrfach die Lichthupe. Nachdem der Slowene auf den rechten Fahrstreifen wechselte, überholte der Passat-Fahrer.

Der Slowene blendete auf, um den VW-Fahrer auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Der scherte vor den Kleintransporter ein und bremste diesenauf der dicht befahrenen Autobahn bis zum Stillstand aus. Der Fahrer stieg aus und ging gerade zum Kleintransporter, als gerade die Polizei ankam. Der Passat-Fahrer musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine hohe dreistellige Summe als Sicherheit hinterlegen. fb

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