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Selbst Winnetouch kam mit seiner Jaqueline nach Taching

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Die  junge  Tachinger Gruppe »Tanz, Spiel und Spaß« hatte  einen  äußerst  schwungvollen  Tanz einstudiert. (Foto: Aßmann)

Taching am See – Mit einfallsreichen Sketchen, temperamentvollen Tanzeinlagen und einer frechen Modenschau ließ es der Frauenclub Taching am See bei seinem Weiberfasching ordentlich krachen. Zum Abschluss der kurzen Faschingssaison wurde noch einmal ausgiebig gefeiert und getanzt.


Fantasievolle Kostüme bereicherten auch bei der dritten Veranstaltung innerhalb einer Woche beim Bergwirt die Szenerie. Ein »Sixpack« Bierflaschen feierte ebenso ausgelassen mit wie drei schnuckelige Meisjes aus Holland, die immer wieder durch die Reihen gingen und die Besucherinnen mit Käsehäppchen versorgten.

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Der rosa Indianer Winnetouch und sein Pferd Jacqueline aus dem Film »Der Schuh des Manitu« tummelten sich zum energiegeladenen Musikmix von DJ Reini mit einem lausbübischen Pumuckl, hinreißenden Blumenkindern, einer feschen FBI-Agentin, kessen Teufelchen, einem putzigen Marienkäfer und einer Gruppe Besucherinnen mit opulenten Venezianischen Karnevalsmasken auf der Tanzfläche. Engel Aloisius hatte sich extra »Urlaub vom Himmi« genommen und Flaschengeist Jeannie ver- und bezauberte die illustre Faschingsgesellschaft, unter die sich auch Bürgermeisterin Ursula Haas als graziles Zebra gemischt hatte.

In den Tanzpausen sorgten witzige Darbietungen für Kurzweil und gute Laune. So hatten die jungen Akteurinnen der Tachinger Gruppe »Tanz, Spiel und Spaß« unter der Leitung von Angelika Wolkersdorfer einen schwungvollen Tanz einstudiert und die Scherzhausener Frauen präsentierten mit ihren »Schwänen in der Mauser« eine originelle Schwarzlicht-Aufführung. Die »So Halunke«-Faschingsgarde aus Waging begeisterte mit einer rassigen Showeinlage mit zahlreichen akrobatischen Elementen und bei der klanggewaltigen Faschingsmusi von »So Halunke« hielt es die Besucherinnen nicht länger auf ihren Sitzen.

Die Lacher auf ihrer Seite hatten auch die Mitglieder des Tachinger Frauenclubs. So demonstrierten »Jennifer« und »Berta« auf vergnügliche Weise, wie unterschiedlich weibliche Körperpflege verstanden werden kann. Während die eine in ihrem »Be-au-ti-ka-se« viele verschiedene und teure Kosmetikprodukte mit sich führte, reichten der anderen Bratfett, Fleckensalz, Raspel und Beißzange zur täglichen Schönheitspflege. Teilhaben durften die Faschingsbesucherinnen außerdem an den wenig heiligen, dafür urkomischen Gedanken einer Kirchgängerin während des nicht enden wollenden Sonntagsgottesdienstes.

Die »Mauerhamer Märchenwelt« demonstrierte auf vergnügliche Weise, dass es bei der Partnerwahl wichtigeres als Gold, Geschmeide und Blumen gibt. So machten bei der verwöhnten Prinzessin nicht die edlen Herren und ihre kostbaren Präsente das Rennen, sondern ein schmächtiges Bürschlein, das lediglich eine Matratze und eine Erbse bei sich hatte …

Wie es einem gehen kann, wenn man in Anbetracht der äußerst üppigen Auswahl an Torten, Kuchen, Gebäck und Eissorten doch nur ein Glas Wasser bestellt, schilderten die Tachinger Frauen »Im Kaffeehaus«. Höhepunkt des Weiberfaschings war jedoch die Modenschau mit zehn anmutigen Topmodels aus Taching und Umgebung (Wer braucht schon Heidi Klum?). Sie präsentierten unwiderstehliche Dessous und betörende Nachtwäsche von anno dazumal bis heute – und brachten den Saal damit endgültig zum Toben. mia