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Seit langer Zeit wieder mehr Geburten als Sterbefälle

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Waging am See. Bei der Bürgerversammlung im Waginger Kurhaus stellte Bürgermeister Herbert Häusl an den Anfang seines Berichts eine sehr erfreuliche Tatsache: Nach Jahren, wahrscheinlich sogar Jahrzehnten habe man in der Gemeinde erstmals wieder mehr Geburten (77) als Sterbefälle (69) bei 6556 Einwohnern (2012: 6488). Er hoffe, so der Bürgermeister, dass diese Entwicklung so weitergehe.


»Was mich fürchterlich freut, nach viel Vorarbeit, ist, dass es mit dem Bauen nach Einheimischenmodell weitergeht«, so der Bürgermeister. Derzeit werden die Bewerber, die sich dafür gemeldet hatten, angeschrieben. Folgende Baugebiete könnten demnächst angeboten werden: Römerleiten-Nord (9 Parzellen), Nirnharting (11), Westendstraße (9), Geppinger Straße (10 bis 11) und Otting-Nord (12). Zudem habe sich in den letzten Wochen in Tettenhausen noch etwas ergeben: Am östlichen Ortsrand sei ein »überschaubares Gebiet« als Bauland denkbar, die Vorplanung für gut zehn Parzellen sei in Auftrag gegeben worden.

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Für die Kinder stehen 175 Kindergarten- und 24 Krippenplätze zur Verfügung. Auch die Mittagsbetreuung (29 Kinder) und die Ganztagsschule (30 Kinder) würden recht gut angenommen.

Umwelt- und Klimaschutz sei in Waging ein wichtiges Thema, so Häusl weiter. Am 25. März werde das Klimaschutzkonzept in der Tourist-Info vorgestellt. Der Bürgermeister appellierte an die Bürger, dabei mitzumachen. Die Erstellung dieses Klimaschutzkonzepts bezeichnete Häusl als eine »ganz sinnvolle Geschichte«. In Kooperation zwischen Agenda 21 und den Gemeindewerken sind zwei Aktionen umgesetzt worden: Die kostenlose Energieberatung für Gemeindebürger, die noch bis Sommer weitergeführt werde und der Heizungspumpentausch unter dem Motto »Raus mit den Stromfressern«.

Die Bemühungen um die Reinhaltung des Sees seien für die Gemeinden sehr zeitaufwändig, nahm der Bürgermeister ein weiteres Thema auf. Jetzt aber erhoffe man sich erste Erfolge in der Umsetzung. Nachdem es keinen Seenkoordinator mehr gebe, müsse die ganze Arbeit jetzt von der Verwaltung miterledigt werden, erwähnte Häusl, hauptsächlich von Heinrich Thaler.

»Nach 25 Jahren ist der Ortskern fertig saniert«, zog Häusl eine positive Bilanz der Maßnahmen der Städtebauförderung. Dabei gelte Waging bei der Regierung geradezu als Vorzeigeprojekt. Bei der letzten Maßnahme, der Bahnhofstraße, sollen die restlichen Arbeiten im Frühjahr fertiggestellt werden. Wie schon bei der Postgasse versprach Häusl, auch für die Bahnhofstraße ein Abschlussfest auszurichten.

Gewerbeflächen stehen der Gemeinde keine mehr zur Verfügung: »Es ist alles vergeben.« Derzeit lasse die Gemeinde untersuchen, ob eventuell das Gebiet »Schneiderhölzl« als Gewerbegebiet geeignet sei. Das Thema Gewerbegebiete sei ihm wichtig, versicherte Häusl: »Da bin ich dahinter, weil mir klar ist, dass heimische Betriebe Platz brauchen, wenn sie sich vergrößern wollen.«

Zur neuen Turnhalle hob der Bürgermeister hervor, dass durch den Ankauf der Fläche kurzfristig 50 Parkplätze am Ort geschaffen werden konnten. Nach Fertigstellung der Halle werde sich die Anzahl auf fast 100 Parkplätze erhöhen: »Das war ein Hauptgrund für diesen Standort.« Als Baubeginn für die Halle sei das Frühjahr 2014 angepeilt.

In Sachen Kurparkerweiterung – die Gemeinde pachtete langfristig 8000 Quadratmeter an – sagte Häusl, es sei ein Glücksfall, dass mitten in Waging solche Flächen zur Verfügung stünden, das bedeute eine enorme Aufwertung. Es sei ein Gesamtkonzept für die komplette Fläche erstellt worden. Das sei aber weit in die Zukunft hinein gedacht: »Ich werde als Bürgermeister nicht mehr erleben, dass das abgeschlossen wird.« Der erste Abschnitt aber sei zur Umsetzung beschlossen, mit einer finanziellen Obergrenze bei 230 000 Euro. Dazu seien aber rund 100 000 Euro an Zuschüssen zu erwarten. he