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Seit 60 Jahren im Orden, seit 50 Jahren in Ruhpolding

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Schon seit 60 Jahren lebt sie im Kloster, davon bereits seit 50 Jahren in Ruhpolding: Schwester Agreda Lehner.

Ruhpolding. Im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen die Ordensfrauen der Heilig-Kreuz-Schwestern wahrlich nicht. Trotzdem würde in Ruhpolding, vor allem im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ), einiges fehlen.


Vor allem die Schwestern, die schon seit sehr langer Zeit hier ihren aufopfernden Dienst verrichten, würden »ihren Schützlingen« sehr abgehen. Schwester Agreda Lehner gehört mit zu diesem Kreis der Jubilarinnen, denn seit 1963 ist sie nun in Ruhpolding – also schon 50 Jahre lang.

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Geboren und aufgewachsen ist sie mit vier Brüdern im niederbayerischen Anzenkirchen. Ein Bruder ist allerdings schon mit zweieinhalb Jahren gestorben. 1949 absolvierte sie ihr damals übliches Landjahr, ist aber dann bis 1953 »hängen geblieben«, so Schwester Agreda. Noch im gleichen Jahr trat sie in das Kloster der Heilig-Kreuz-Schwestern ein und gehört damit nun schon 60 Jahre dem Orden an. 1957 legte sie ihre »Ewige Profess« ab.

Danach ging es für fünf Jahre nach Sri Lanka als Missionsschwester und nach ihrer Rückkehr leistete sie für einen Monat ihren Dienst in Säckingen. Im März 1963 ereilte sie der Ruf nach Ruhpolding in die damalige Lungenheilstätte. »Ich wurde erst verspätet vom Bahnhof abgeholt, denn zwei Buben aus der Heilstätte waren abgehauen und wurden dann in Rosenheim aufgefunden«, erinnert sie sich an ihren Start in der neuen Verwendung.

14 Jahre leistete sie unermüdlich ihren Dienst bei den »Lungenkranken«. 1979 legte sie dann ihre Prüfung als Gruppenleiterin ab. Doch auch heute noch kümmert sie sich um viele Alltagsangelegenheiten. »Wo Not am Mann ist, helfe ich halt mit«, sagte Schwester Agreda und ergänzt: »Die 50 Jahre in Ruhpolding waren aber eine schöne Zeit«. Auch Pfarrer Otto Stangl würdigte die Arbeit der Schwestern im HPZ. »Obwohl sie doch recht weit weg vom Ortskern ihren Dienst leisten, sind sie bodenständig verankert«, meinte er bei der Feier. Darum werden die Jubilarinnen beim kommenden Kirchweihfest eine besondere Würdigung erfahren. hab