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Seit 50 Jahren Heilig-Kreuz-Schwester

Schwester Andrea Rösch ist seit 50 Jahren im Orden und im nächsten Jahr 50 Jahre in Ruhpolding. Grund genug, um ein wenig zu feiern. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. Mittlerweile ist es 50 Jahre her, dass Schwester Andrea Rösch ihr Klostergelübde abgelegt hat – genau so wie ihre ältere Schwester, die ebenfalls dem Orden der Heilig-Kreuz-Schwestern in Altötting beigetreten ist.


Schwester Andrea, geboren in der Oberpfalz, wuchs in Gutmaning auf dem kleinen Bauernhof ihrer Eltern mit noch einem Bruder und zwei Schwestern auf. Sie erlernte den Beruf einer Damenschneiderin und entschloss sich mit 21 Jahren, ins Kloster zu gehen. Nach drei Jahren als Novizin feierte sie ihre Profess – gemeinsam mit ihrer Schwester, die schon seit vielen Jahren in der Missionstätigkeit in Südafrika ist.

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Sr. Andrea wurde für drei Monate nach Markt Rettenbach geschickt, danach war sie bis August 1964 in Karlsfeld. Als sie der Ruf, nach Ruhpolding zu gehen, erreichte, dachte Sr. Andrea nicht daran, hier ihre neue Heimat zu finden. Sie kam in das »Josefshaus« als Erzieherin und blieb hier bis 1988. Zuletzt wurden dort noch Mutter-Kind-Kuren angeboten, eine neue und schöne Herausforderung für die Ordensfrau. Viele Einheimische erinnern sich zum Beispiel noch gerne daran, wie Sr. Andrea mit ihren Gruppen durch und um Ruhpolding spazieren ging.

Als sie dann in das Heilpädagogische Zentrum Ruhpolding berufen wurde, war das eine schwere Umstellung für sie. »Die Sportlehrer haben mir oft grausame Geschichten erzählt«, erinnert sie sich. Doch auch dieser Herausforderung wurde sie gerecht. Im Heim war sie für die Pflege zuständig und in der Tagesstätte kümmerte sie sich um die Versorgung der Schützlinge. »Heute mache ich noch die Wäsche für das Wohnheim, arbeite gerne im Garten und erledige sonstige Kleinigkeiten«, sagte sie.

Pfarrer Otto Stangl, der ebenfalls zum Jubiläum gratulierte, zeigte sich für den aufopfernden Dienst der Schwestern im HPZ dankbar. »Örtlich bedingt sind die Schwestern leider nicht mehr so intensiv in das Ortsgeschehen eingebunden«, bedauerte er. Darum freue er sich schon, wenn den Jubilarinnen beim Kirchweihfest besonders gedankt wird.

50 Jahre ist Schwester Andrea nun bei den Altöttinger Schwestern. Besonders freut es sie, dass zum Professjubiläum sogar ihre Schwester aus Südafrika angereist war. Und im nächsten Jahr kann sie selbst auf 50 Jahre in Ruhpolding zurückblicken – wenn das kein Grund zum erneuten Feiern ist! hab