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Waginger Marktgemeinderat befürwortete Nutzung gemeindlicher Plätze

Segway-Touren und Bubble-Fußball

Waging am See – Stefan Spiegelsperger und Robert Weiß haben vom Waginger Marktgemeinderat unter einer Reihe von Auflagen für ein Jahr die Erlaubnis erhalten, den gemeindlichen Skaterplatz und den benachbarten Bolzplatz für ihre Segway-Unternehmungen und die neue Spaßsportart Bubble-Fußball zu nutzen.

Beim Bubble-Fußball stülpen sich die Spieler eine aufblasbare Plastikkugel über. Die noch unbekannte Sportart will die Firma Segtour Chiemgau in Waging und Umgebung anbieten. (Foto: Pearlball)

In einem unterhaltsamen Vortrag schilderten Spiegelsperger und Weiß bei der Sitzung das Angebot ihrer gemeinsamen Firma Segtour Chiemgau. Sie bieten Touren mit diesen modernen Zweirädern, genannt Segways, an: in und um Waging, am Chiemsee und andernorts. Dies sei, wie Spiegelsperger – bei seinem Vortrag demonstrativ auf seinem Segway stehend – sagte, »eine touristische Attraktion, die es bei uns noch nicht gibt« und die sehr gut ankomme: »Das macht einen Heidenspaß.« Daher wünschen sich die beiden, mit einigen Einheiten am Skater- oder Bolzplatz in Waging noch zusätzlich Kunden, nicht zuletzt Sommergäste, anlocken zu können. Und Spiegelsperger betonte, dass Segway-Fahren jeder ganz einfach erlernen könne.

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Neben den Segway-Unternehmungen planen die beiden noch eine weitere Attraktion anzubieten: Bubble-Fußball. Dabei stecken die Spieler in großen, transparenten Plastikkugeln und versuchen dabei, Fußball zu spielen – mit einem großen Unterschied: »Foulen ist erwünscht.« So hätten alle Beteiligten viel Spaß. Dies könnte man, so die Antragsteller, auf dem Bolzplatz des TSV neben dem Skaterplatz gut spielen.

Der Gemeinderat sah diese Initiative grundsätzlich positiv und als interessantes Angebot. Es gab jedoch mancherlei Bedenken, ob dadurch nicht die Jugendlichen, die zum Skaten kommen, oder der TSV mit seinen Trainingseinheiten gestört würden. Auch solle der neue Jugendpfleger Samuel Bienzle unbedingt in die Planung mit einbezogen werden, hieß es. Dritte Bürgermeisterin Hedwig Witzleben appellierte an Spiegelsperger und Weiß, ihre Touren abseits von ruhigen Wanderwegen zu führen, um so die Spaziergänger nicht zu stören.

Letztlich beschloss der Marktgemeinderat einstimmig, dass die Firma Segtour Chiemgau Skaterplatz und Bolzplatz zunächst für ein Jahr nutzen darf: in Absprache mit Gemeinde beziehungsweise Jugendtreff und TSV, mit Ermäßigungen für Einheimische und Gäste mit Kurkarte, nach Abschluss einer notwendigen Versicherung und schließlich noch in Verbindung mit einer jährlichen Spende an Jugendtreff und TSV-Jugendarbeit. he