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Seebrucker Segelhafen leert sich langsam

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Im Seebrucker Hafen werden derzeit täglich 35 Segelboote aus dem Wasser geholt. Die Zeit drängt, denn bis 31. Oktober muss die Arbeit beendet sein. (Foto: Müller)

Seeon-Seebruck. Im Seebrucker Hafen mit seinen circa 400 Wasserliegeplätzen und 100 Trockenliegeplätzen herrscht derzeit hektisches Treiben, denn fast alle Schiffe müssen bis spätestens 31. Oktober aus dem See sein.


Rund 350 Segelboote habe er bereits seit September mit den beiden Kränen aus dem Wasser geholt und mit Hochdruckwasser vom Kalk befreit, erzählt der Seebrucker Hafenmeister Richard Friedrich. Etwa 250 dürften noch hinzukommen, genau wisse er es aber nicht, da Termine nur kurzfristig vergeben würden und auch viele Schiffe aus anderen Chiemsee-Häfen »bei uns rausgekrant werden«. Derzeit schaffe er täglich bis zu 35 Stück und das bei jedem Wetter, betont Friedrich, ohne dabei verheimlichen zu können, dass ihm das derzeitige spätsommerliche Herbstwetter deutlich lieber ist als nasskaltes Schmuddelwetter. Dass es keine Zeit zu verlieren gilt, hat indes der letztjährige Oktober gezeigt, als es um diese Zeit ähnlich warm war, bevor es dann gegen Ende des Monats einen frühen Wintereinbruch mit Schnee und Kälte gab.

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Für die Bootsbesitzer geht die Arbeit im Winterlager erst so richtig los, denn dann werden die Bootskörper poliert, die Batterien abgehängt, der Motor überprüft, das Kühlwasser abgelassen, das Schiff abgedeckt und vieles, vieles mehr. Für Hafenmeister Friedrich neigt sich derweil an der kommunalen Hafenanlage eine anstrengende Saison dem Ende entgegen, denn übers Jahr verteilt dürften wieder 1300 bis 1400 Kranungen zusammenkommen. Nach der Winterpause »geht es dann am 1. April wieder mit dem Einkranen los«, so Friedrich. mmü