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Sechs Verletzte: Wohnung in Grassau brannte aus

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Schnell brachte die Feuerwehr das Feuer in dem Mehrfamilienhaus unter Kontrolle, dennoch brannte die Wohnung völlig aus. (Foto: Karpf)

Grassau. Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Schlesierstraße zogen sich am Sonntagvormittag sechs Personen – darunter eine schwangere Frau – Rauchgasvergiftungen zu. Eine Wohnung im Hochparterre brannte weitgehend aus. Nach ersten Schätzungen der Feuerwehr-Einsatzleitung entstand ein Sachschaden von rund 100 000 Euro.


83-Jähriger wurde zunächst vermisst

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Die Sirenen heulten um 8.12  Uhr in Grassau und Umgebung, nachdem der Notruf eines Hausbewohners eingegangen war. Die Feuerwehren aus Grassau, Rottau, Marquartstein, Staudach-Egerndach, Unterwössen, Übersee und Traunstein sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mit rund 110 Feuerwehrlern rückten an, Es waren auch Beamte der Polizeiinspektion Grassau und der Rettungsdienst im Einsatz.

Am Unglücksort angekommen rückten Atemschutztrupps sofort über das Treppenhaus sowie von außen über Steckleitern in die brennenden Wohnräume vor und konnten das Feuer schnell löschen. Dennoch gab es bange Minuten für die Retter: Denn ein im Wohnhaus lebender, gehbehinderter Mann wurde anfangs vermisst, der 83-Jährige wurde jedoch von der Feuerwehr unverletzt in einem rauchfreien Zimmer aufgefunden und mit dem Hubrettungsfahrzeug gerettet. Er konnte vorübergehend in einem Seniorenheim untergebracht werden. Zwei Bewohner flüchteten durch die brennenden Räume und sprangen aus den Fenstern der Hochparterrewohnung, sie zogen sich dabei Knöchelverletzungen zu. Alle weiteren Bewohner des Sechsparteienhauses blieben unverletzt.

Rund zwanzig Minuten nach der Alarmierung meldete die Einsatzleitung »Feuer aus«. Die betroffene Wohnung im Hochparterre brannte größtenteils aus. Der Brandrauch breitete sich über das Treppenhaus aus und führte zu starken Rußschäden – auch im Keller sowie im 2. Obergeschoss und teilweise in den anderen Wohnungen des Gebäudes.

Bürgermeister Rudi Jantke war vor Ort

Der Rettungsdienst war mit einem Notarzt und zwei Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes, dem Hintergrunddienst der BRK-Bereitschaft Grassau sowie der Schnelleinsatzgruppe Achental und dem Einsatzleiter Rettungsdienst im Einsatz. Auch Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke kam zum Brandort und ließ sich von der Feuerwehr über den Lösch- und Rettungseinsatz informieren.

Was den Wohnungsbrand ausgelöst hat, ist noch nicht bekannt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand in der Küche entstand und sich von dort rasch ausdehnte. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kripo Traunstein übernommen. pv