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Sechs Traunsteiner Stadträte wurden verabschiedet

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke (Mitte) verabschiedete zum Ende der Legislaturperiode die aus dem Stadtrat ausscheidenden Mitglieder (von links) Wolfgang Lenz, Simon Steiner, Thomas Miller, Konrad Obermaier, Florian Schützinger und Gerhard Schneider.
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Nach fast 43 Jahren Stadtratszugehörigkeit wurde Gerhard Schneider verabschiedet.

Traunstein. Sechs Mitglieder des Traunsteiner Stadtrates wurden nach der Sitzung am Donnerstag verabschiedet. Sie werden dem neuen Ratsgremium nicht mehr angehören, weil sie entweder nicht mehr kandidiert haben oder nicht wiedergewählt worden sind.


Nicht mehr kandidiert haben Gerhard Schneider (CSU), Konrad Obermaier (SPD) sowie Wolfgang Lenz, Martin Miller und Florian Schützinger (alle UW). Simon Steiner (Traunsteiner Liste), der 2011 als Nachrücker in den Stadtrat gekommen war, schaffte den Sprung ins neue Stadtparlament nicht, ist jedoch wieder erster Nachrücker.

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der noch bis Mitte Juli im Amt sein wird, würdigte bei der Verabschiedung im alten Ratssaal vor allem die Verdienste von Gerhard Schneider, der dem Gremium fast 43 Jahre angehört hatte. Als Nachrücker für den ehemaligen Stadtkämmerer Theo Hetzner war er am 7. Oktober 1971 vereidigt worden. Bei den Wahlen 1972 errang er dann auf Anhieb ein Stadtratsmandat und bekleidete von da an bis 1978 das Amt des Dritten Bürgermeisters. In der folgenden Legislaturperiode bis 1984 war Schneider zweiter Bürgermeister. In seinen ersten drei regulären Amtszeiten bis 1990 gehörte er jeweils dem Hauptausschuss an. In der nächsten Wahlperiode 1990 bis 1996 übernahm Gerhard Schneider den Vorsitz der CSU-Fraktion im Stadtrat.

In seiner langen Amtszeit war er unter anderem Referent für Liegenschaften bzw. städtische Wohnungen und seit 1996 Referent für die Stadtwerke. Zeitweise war er auch Mitglied im Finanz- und im Umweltausschuss. In den letzten zwölf Jahren gehörte er dem Haupt- und dem Finanzausschuss an.

Für seine großen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung bekam Schneider 1997 das Bundesverdienstkreuz. Außerdem wurde ihm die kommunale Verdienstmedaille in Silber verliehen. Gerhard Schneider hat sich mehr als fünf Jahrzehnte kommunalpolitisch engagiert und der Stadtpolitik viele wichtige Impulse gegeben. Der Stadtrat verliert mit Gerhard Schneider sein dienstältestes Mitglied.

Konrad Obermaier wurde 1990 erstmals in den Stadtrat gewählt und gehörte dem Gremium bis 2008 ab. Zwei Jahre nach seiner Abwahl kam er 2010 als Listennachfolger erneut ins Stadtparlament. Zwölf Jahre war er Fraktionsvorsitzender der SPD und seit 2010 Schwimmbadreferent. Außerdem arbeitete in verschiedenen Ausschüssen und Arbeitsgruppen mit.

Vor sechs Jahren wurden die drei UW-Räte Thomas Miller, Florian Schützinger und Wolfgang Lenz in den Stadtrat gewählt. Sie haben bei diesen Wahlen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. -K.O.-