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Sechs Schüler mit der Traumnote 1,0

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Die Besten der Gewerblichen Berufsschule in Traunstein wurden für ihre herausragenden Leistungen geehrt: Schulleiter Wolfgang Kurfer (links) und stellvertretender Landrat Josef Konhäuser (Mitte) sowie Klaus Steiner (rechts) gratulierten Stefan Schreier, Tobias Heider, Michael Pichlmeier, Susanna Nedler, Constanze Griebl und Franz Lapper. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Festlich ging es an der Staatlichen Berufsschule Traunstein zu: Über 300 Absolventen konnten sich nach bis zu dreijähriger Ausbildung über ihr Abschlusszeugnis freuen. 33 Berufsschulabgänger erreichten einen Notenschnitt von 1,5 und besser und wurden mit einem Staatspreis geehrt, sechs von ihnen schlossen ihre Ausbildungszeit sogar mit der Traumnote von 1,0 ab.


Mit dabei waren bei der Winter-Abschlussfeier 2017 viele geladene Gäste aus Schule, Wirtschaft und Verbänden. Und auch viele Familienangehörige feierten mit. Absolventen wurden in den Fachrichtungen Elektroniker FR: Energie- und Gebäudetechnik, Feinwerkmechaniker, Anlagenmechaniker SHK, Zerspanungsmechaniker und Klempner in das Berufsleben entlassen.

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»Entscheidender Meilenstein«

Stellvertretender Schulleiter Matthias Vieweger freute sich über die gut besuchte Feier. Viele Menschen hätten die Schüler auf ihrem Lebensweg begleitet. Bei der Feier heute seien sie die Wichtigsten.

Sofia Mittermaier von der Schülermitverwaltung (SMV) machte deutlich, dass nicht nur die (Berufs-)schüler Gründe hätten, sich manchmal zu beschweren: »Nicht nur ihr musstet in den vergangenen Jahren einiges durchmachen, sondern auch eure Lehrer.« Nun könnten die Absolventen stolz auf das Erreichte sein: »Respekt, das was wir geschafft haben, wird uns ein Leben lang begleiten.«

In den diversen Grußworten betonte stellvertretender Landrat Josef Konhäuser, dass die jungen Facharbeiter einen »entscheidenden Meilenstein« in ihrem Leben erreicht hätten. Es sei legitim, jetzt erst einmal durchzuschnaufen. »Aber bleiben Sie am Ball, man lernt ein ganzes Leben lang.« Beruflich gäbe es in der Region gute Pers-pektiven. »Die Wirtschaft im Landkreis hat einiges zu bieten.«

Kreishandwerksmeister Peter Eicher sagte in seiner kurzen Ansprache an die Absolventen gerichtet: »Vor Ihnen liegt eine gute Zukunft als gefragte Fachkräfte.« Er richtete seinen Dank an Eltern, Berufsschullehrer und Ausbilder im Bildungszentrum und den Betrieben. Die Wirtschaft in der Planungsregion 18 mit den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim, Traunstein und die kreisfreie Stadt Rosenheim sei mit 14 000 Handwerksbetrieben und über 56 000 Beschäftigten besonders vom Handwerk geprägt. Man gehe in eine neue Zeit, die viele Chancen bringe, sagte er in Bezug auf die fortschreitende Digitalisierung.

»Das ist ein Tag des Danksagens und der Erinnerung«, betonte Schulleiter Wolfgang Kurfer in seiner Festrede, in der er die vergangene dreieinhalbjährige Ausbildungszeit mit verschiedenen weltpolitischen Ereignissen und außergewöhnlichen Vorkommnissen der Zeit spickte. Die über 300 Berufsschüler hätten ihre Ausbildungszeit mit zum Teil hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen, was er mit den 21 Buchpreisträgern und 33 Staatspreisträgern untermauerte. Den jungen Fachkräften bescheinigte er hervorragende berufliche Perspektiven und rief zu ehrenamtlichem Engagement auf: »Sie haben es in der Hand, die Zukunft positiv mitzugestalten. Seien sie ein Vorbild im privaten und beruflichen Umfeld.«

Gewohnt gekonnt war die musikalische Umrahmung der Abschlussfeier, die wieder von jungen Schulmusikern kam und traditionell bayerische Klänge hatte. awi