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Sechs Grünen-Kandidaten für Surberg

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Surberg. Mit einer, wie sie selbst sagen, »kleinen, aber feinen« Liste treten die Grünen in Surberg zur Gemeinderatswahl an. Neben den Ratsmitgliedern Elke Scheil, Hubert Anfang und Claudia Spohn kandidieren auch Hans Brunner, Christian Köppl und Andrea Grote.


Eine bürgernahe Gemeindepolitik, ressourcenschonende Bautätigkeit und die Würdigung jedes einzelnen Gemeindebürgers im Rahmen der Möglichkeiten haben sich die Grünen auf ihre Fahnen geschrieben. Sie hoffen auf eine allmähliche Ausweitung ihrer Mandate in dem Gremium. »Jeder ist nur sich selbst und seinem Gewissen verpflichtet, ein Fraktionszwang existiert generell nicht«, so Elke Scheil bei der Aufstellungsversammlung. Auch in Zukunft sei die Mitgestaltung der Gemeindepolitik enorm wichtig für die Region. Nicht nur Umweltthemen sowie die »Abwehr« von Großprojekten wie beispielsweise dem Güterterminal lägen ihr am Herzen. Vor allem die Situation der Jugend und Familien möchte sie kritisch mitverfolgen und fördern.

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In Bezug auf Baulandausweisungen sprach sich Hubert Anfang dafür aus, möglichst keine für die Landwirtschaft und somit zur Nahrungsmittelproduktion vorteilhaften Flächen zu überbauen. Stattdessen sollten noch bestehende Lücken beziehungsweise schwer zu bewirtschaftende Hanglagen im Zuge der Bauleitplanung berücksichtigt werden.

Claudia Spohn sieht – auch durch ihre Tätigkeit in der Mittagsbetreuung der Grundschule – trotz guten Ausbaus der Kita noch Lücken bei der Kinderbetreuung. »Wir müssen nicht nur die Betreuungszeiten, sondern auch die Qualität der Einrichtungen stets neu überdenken und den Verhältnissen anpassen«, so Spohn. Vor allem wäre es wünschenswert, auch in Surberg für die Ferienzeit das ein oder andere Betreuungsprogramm aufzulegen.

Das zentrale Thema von Andrea Grote ist das Güterterminal. Sie ist davon überzeugt, dass man solche »von oben herab« gesteuerten Prozesse nur durch Engagement im entsprechenden Gremium entgegentreten könne. Gemeindepolitik vor Ort mitgestalten will Christian Köppl. Ziel sei es, in der eigenen Gemeinde eine funktionierende Gemeinschaft sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf sozialer Ebene herzustellen, in der es sich für jeden Bürger gut leben lasse.

Bildhauer Hans Brunner ist beunruhigt über die weiterhin vom Staat geförderte Intensivlandwirtschaft. Die Verwendung von Schleppschläuchen bei der Gülleausbringung etwa würde der Umwelt und den Anwohnern erhebliche Vorteile bringen. Brunner hält darum mehr Regulierung für nötig.