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Sebastian Rudy vom FC Bayern München besucht die "Red Piranhas Petting"

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Sebastian Rudy freut sich über seine Geschenke (Urkunde, Fanclub-Schal und Polo-T-Shirt). Mit ihm auf dem Foto 1. Vorsitzender Gerhard Klinger (links) und 2. Vorsitzender Michael Stöckl (rechts).

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der mit vielen Fan-Utensilien geschmückte Saal im Gasthof »Bräustüberl« in Schönram bei der Weihnachtsfeier des seit zehn Jahren bestehenden FC Bayern-Fanclubs »Red Piranhas Petting«. Acht Jahre nach dem Gastspiel von Franck Ribéry hatte sich mit Sebastian Rudy wieder ein Profi des deutschen Rekordmeisters angesagt.


Nach einem guten Essen mit seinen geliebten, extra zubereiteten schwäbischen Spätzle und einem warmen Empfang fühlte sich der 27-jährige gebürtige Schwarzwälder gleich pudelwohl und wie zuhause. Allerdings wäre ein boarisch-schwäbischer Übersetzer zur Erheiterung der bestens gelaunten Fangemeinde hin und wieder von Vorteil gewesen – insbesondere dann, wenn Pettings 2. Bürgermeister und Moderator Ludwig Prechtl ins Plaudern geriet.

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Zuvor war Rudy von der Schönramer Schnalzerjugend lautstark empfangen worden, doch damit hatte der bodenständige Schwabe offenbar deutlich weniger Berührungsängste als 2009 sein als Gaudibursche bekannter französischer Mannschaftskollege Franck Ribéry, denn der hatte sich einst hinter einem Auto versteckt. Bevor Rudy seinen Fans Rede und Antwort stand und sich einigen Herausforderungen am Ball und an der Playstation stellen musste, bestätigte der Neu-Bayer, dass er nach seinem Wechsel von der TSG 1899 Hoffenheim beim FC Bayern München »super aufgenommen« worden sei.

»Ich fühle mich in München richtig wohl, habe mich gut eingelebt und auch die Mannschaft ist super«, so der Bayern-Mittelfeldstratege, der sich mittlerweile auch in der deutschen Nationalmannschaft etabliert hat. Sein Fußball-Idol sei in seiner Jugend Ex-Nationalspieler Bernd Schneider gewesen und seine Glückszahl die 28. Zudem gab er zu, dass er das Schafkopfen erst noch besser lernen müsse, bevor er es mit Thomas Müller und Co. aufnehmen werde.

Was die Auslosung zum Champions-League-Achtelfinale am Montag anbelange, wünsche man sich nicht gleich die stärksten Gegner. Doch wenn man den Titel gewinnen wolle, sei es letztendlich egal, ob man im Achtelfinale oder Halbfinale auf sie treffe, so Rudy, der zuletzt beim glanzvollen 3:1-Sieg im Vorrundengruppen-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain 90 Minuten lang im Mittelfeld die Fäden zog und wie seine Mitspieler voll überzeugt hatte.

Zu seinem täglichen Tagesablauf meinte er: »Sieben Uhr aufstehen, dann mit dem Hund spazieren gehen, zehn Uhr Training und Regeneration an der Säbener Straße, ab 15 Uhr einkaufen, Arztbesuche und ähnliches und abends gehe ich gerne mit meiner Frau ins Kino.« Auf den Rauswurf von Trainer Carlo Ancelotti angesprochen, sagte er: »Es ist immer schwer für eine Mannschaft, wenn ein Trainer gehen muss, denn jeder Trainer prägt einen und hilft einem weiter.« Julian Nagelsmann, den er aus Hoffenheim bestens kenne, habe sicherlich eine große Trainerkarriere vor sich, vielleicht auch einmal beim FCB.

Am liebsten spiele er freitags in der Bundesliga, denn dann habe man nach einem Sieg zwei Tage frei, brachte Rudy die 130 Gäste zum Lachen. Was seine erfolgreich angelaufene DFB-Karriere anbelange, werde er alles dafür tun, um bei der WM 2018 in Russland dabei zu sein. Erstaunt zeigte sich Rudy darüber, dass der am 1. November 2007 gegründete Pettinger FCB-Fanclub bereits rund 570 Mitglieder hat. »Die 600 werden wir auch bald schaffen«, so 1. Vorsitzender Gerhard Klinger nach der Fanclub-Vorstellung von Thomas Kraller.

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Foto: Markus Müller

Rudy durfte sich nicht nur über die verliehene Ehrenmitgliedschaft bei Red Piranhas Petting und über einen Fanclub-Schal und -Polo-Shirt freuen, sondern zudem ins Goldene Buch der Gemeinde Petting eintragen. Beim Ball-Jonglieren hielt er den Ball 100 Mal hoch, um dann unter Applaus abzubrechen – er hatte wohl Angst, dass es für die Gemeinde zu teuer werden könnte, denn die hatte in Person von 2. Bürgermeister Ludwig Prechtl versprochen, für jeden hochgehaltenen Ball einen Euro an den Fanclub zu spenden. Mit einem American Football schaffte es Rudy neunmal – das war der Gemeinde jeweils zehn Euro wert. Auch an der Playstation zeigte Rudy beim Fußball groß auf und ließ den Fanclub-Youngstern Felix Spiegelsberger und Marco Hofmann beim Duell FC Bayern gegen FC Bayern keine Chance. 5:1 hieß es nach zwei vierminütigen Halbzeiten für den Bayern-Profi, der selbst immer wieder lachen musste, wenn der Kommentator seinen Namen intonierte.

Die Atmosphäre im Saal ließ nur einen Schluss zu: Es war ein Bayern-Heimspiel. Für die passenden Klänge sorgte die Bochleitenmusi und auch der »Rudi, Rudi, Rudi-Song« kam bestens an. Bevor er mit dem Auto zurück nach München fuhr, durfte Rudy noch fleißig Autogramm schreiben und für Erinnerungsfotos posieren. Er tat es gerne und mit einem Dauergrinsen. Auch die Versteigerung und die Verlosung kamen bestens an. Ein besonderer Dank von Fanclubseite galt den Hauptorganisatoren Christian Stippel und Ludwig Prechtl. mmü

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