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Schwierige Umsetzung

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Seeon-Seebruck. Auf der gut besuchten Wahlveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft Seebruck (FWGS) im Gasthaus Hafenwirt in Seebruck forderten die sechzehn Listenkandidaten mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz sowie einen sensiblen Umgang mit der Gestaltung der Dorfmitte. Der beschlossene Rathaus-Neubau (wir berichteten) müsse zum Ortsbild passen und dürfe kein Fremdkörper sein.


Was den Schwerlastverkehr anbelange, müsse man schauen, ob man ihn langfristig an Seebruck vorbeiführen könne. Solche Überlegungen höre man aber in Truchtlaching und Altenmarkt alles andere als gerne, weil »die dann den ganzen Verkehr abbekommen würden«, stellte FWGS-Gemeinderat Andreas Dorn klar.

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Eine in den vergangenen Jahren immer wieder ins Spiel gebrachte Tunnellösung in offener Bauweise koste über 100 Millionen Euro und wäre finanziell nicht zu stemmen. Die seit vielen Jahren im Raum stehende Umgehungsstraße sei ebenfalls nicht so einfach realisierbar, da sie durch ein Landschaftsschutzgebiet verlaufen würde. »Wir werden die Umgehungsstraße wohl nicht mehr erleben«, betonte Dorn. Realistischer seien da schon weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen wie die bereits gebauten Fahrbahnteiler.

Vom Tisch zu sein scheint die angedachte »Steg-Lösung« an der Uferpromenade im Seebrucker Ortsteil Graben. Sie hatte zuletzt hohe Wellen geschlagen und war auf breite Ablehnung gestoßen. Er wehrte sich gegen Vorwürfe, dass man die »Steg-Lösung« eigenmächtig hinter verschlossenen Türen entscheiden wollte. Vielmehr seien Bürger mit der Forderung an die Gemeinderäte herangetreten, am Seeufer endlich eine Lösung zu finden. Platzprobleme gebe es nicht nur vorne am See, sondern auch beim »Nadelöhr« Alzbrücke. Einigkeit bestand darin, dass eine breitere Brücke nicht den einzigartigen Blick in die Ortsmitte zerstören dürfe.

Was die Familienpolitik anbelange, müsse Bauland für Einheimische und junge Leute zur Verfügung gestellt werden, um eine gesunde Sozialstruktur und damit Schule und Kindergärten dauerhaft zu erhalten, hieß es weiter. Zugezogene gelte es besser ins Gemeindeleben zu integrieren.

Auch der Bürgermeisterkandidat der drei Freien Wählergruppierungen, Sebastian Maier, kam zu Wort. Er will im Sinne eines sanften Tourismus' die Rad- und Wanderwege weiter ausbauen und die Gastronomie und Kleinvermieter stärken. Wichtig seien ihm auch der Erhalt der Strandbäder und Sportanlagen, ein freier Blick auf den See sowie eine familienfreundliche und barrierefreie Gemeinde. In puncto Rathaus-Neubau gelte es im Gespräch Verbesserungen zu erreichen, sagte er. mmü