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Schwelbrand hielt Feuerwehren in Atem

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Die Feuerwehrler öffneten den Holzboden, um an die in Brand geratene Isolierung aus Styropor zu gelangen. (Foto: Volk)

Chieming. Großalarm für die Feuerwehren gab es am Sonntagnachmittag kurz vor 16 Uhr, nachdem die Bewohner eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes in Grilling Brandgeruch bemerkt hatten und über Notruf die Feuerwehr zu Hilfe riefen.


Die Eigentümer stellten nur fest, dass die ehemalige Tenne stark verraucht war. Die Ursache dafür war aber zunächst unklar. Die Integrierte Leitstelle Traunstein löste Großalarm aus und beorderte die Feuerwehren aus Hart, Chieming, Seebruck, Stein an der Traun, Traunreut, Matzing, Traunwalchen, Traunstein und Nußdorf zur Brandstelle.

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Die ersten eintreffenden Feuerwehrler öffneten den Fellboden der Tenne, aus dem der Rauch aufstieg. Darunter hatte sich ein Schwelbrand gebildet, der nach einer ersten Vermutung der Feuerwehr vermutlich durch einen Kabelbrand entstanden war. Mit Motorsägen wurde der Holzboden großflächig aufgeschnitten. Das Dämmmaterial aus Styropor war angesengt.

Zeitgleich wurden vorsorglich Schlauchleitungen verlegt, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Offenes Feuer entstand jedoch zum Glück nicht. Der Brandrauch wurde mit Belüftungsgeräten aus dem Gebäude geblasen. Die Feuerwehrler arbeiteten mit Atemschutzgeräten, um sich selbst vor dem Rauch zu schützen. Etwa eine Stunde nach Alarmierung konnte Entwarnung gegeben werden. Wärmebildkameras zeigten, dass keine gefährliche Wärmeentwicklung mehr gegeben war. Der Großteil der Wehren konnte abrücken, nur die Feuerwehrler aus Hart und Chieming blieben als Brandwache bis zum Abend. Neben den rund 160 Feuerwehrlern waren auch zwei Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes und ein Notarzt im Einsatz, mussten jedoch nicht eingreifen. Verletzt wurde niemand. Der Einsatzleitung der Feuerwehr Hart standen Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein, mehrere Kreisbrandmeister und die Unterstützungsgruppe »Örtliche Einsatzleitung« (UG-ÖEL) zur Seite.

Der genaue Sachschaden kann noch nicht näher beziffert werden, wird aber auf rund 20 000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. pv