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Schulsituation beleuchtet

Traunreut. Die Bürgerliste (BL) Traunreut unterstützt in Sachen Schule das Ratsbegehren, das sich für den Erhalt der drei Grundschulen ausspricht, und ist damit gegen einen zentralen Schulhausneubau in der Stadt. Dies bekräftigte einmal mehr Bürgermeisterkandidat Hans Danner bei einem offenen Treff in der Sportplatzgaststätte.


Keine leicht erreichbare Schule mehr im Stadtzentrum

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Eine Bürgerin bedauerte, dass im Stadtzentrum keine leicht erreichbare Schule mehr vorhanden sei und meinte, dass eine neue Schule im Zentrum eine Verbesserung darstellen würde. Als Antwort darauf ging Danner auf die Schulsituation in Traunreut ein. Diese sei geprägt von den Schulreformen der vergangenen Jahre einerseits (Abschaffung der Hauptschulen, Realschule ab der fünften Klasse) sowie von rückläufigen Schülerzahlen andererseits. Als Reaktion darauf war bereits vor einigen Jahren angedacht, eine neue zentrale Grundschule an der Gartenstraße, dem ehemaligen OBAG-Gelände, zu errichten.

Die BL habe sich bereits damals für den Erhalt von vier kleineren, dezentralen Grundschulen im Stadtgebiet eingesetzt. Wegen der rückläufigen Schülerzahlen musste die Zahl der Grundschulen aber auf drei reduziert werden. Grundschulen im Norden, in der Mitte und im Süden der Stadt bieten aber für mehr Schüler einen kurzen Schulweg als eine zentrale Schule in der Kernstadt, betonte Danner. Zudem halte man bei der Bürgerliste die Kosten für einen Schulneubau, die sich im Bereich zwischen 15 und 20 Millionen Euro bewegen dürften, für unverantwortlich, vor allem auch deshalb, weil dann andere Schulhäuser leer stehen würden.

Weiter hieß es, dass gerade die Eltern aus St. Georgen und Traunwalchen das Ratsbegehren gegen eine zentrale Schule unterstützen sollten. Denn sie würden ansonsten ihre bisherigen Grundschulen verlieren. Auch die Familien an der Nettunoallee und am Sankt-Georgs-Platz hätten sich inzwischen seit vielen Jahren daran gewöhnt, ihre Kinder nach St.   Georgen zu schicken.

Und auch das Busproblem stelle sich, wie Winkler meinte und von Beobachtern inzwischen wohl auch mehrfach bestätigt wurde, für die Kinder bei Weitem nicht so groß dar, wie es Eltern oft einstuften. he