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Schulhaussanierung beginnt Anfang März

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Im Juni 2016 wurden die Generalsanierung der Schule, der barrierefreie Umbau, Neubau von Schulräumen und Bau einer 2,5-fach-Turnhalle beschlossen. (Foto: T. Eder)

Grassau – Schulverband und Schulverbund Grassau übernehmen gemeinsam die Kosten für den Unterhalt der Grund- und Mittelschule Grassau. In der jüngsten Schulverbandssitzung ist der Haushalt genehmigt worden. Zudem informierte Verbandsvorsitzender Rudi Jantke über die anstehende Schulsanierung und den Turnhallenneubau. Informationen aus dem Schulbetrieb unterbreitete Schulleiter Johannes Zeitel.


Im Schulverband werden 535 Schüler in 27 Klassen unterrichtet. 23 Klassen sind in Grassau, vier Klassen in Staudach-Egerndach untergebracht. 241 Schüler besuchen die Grundschule und 294 die Mittelschule.

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Kosten für Lehr- und Lernmittel übernommen

Der Verwaltungshaushalt ist in den Ausgaben und Einnahmen mit 856 100 Euro ausgeglichen. Der Verband übernimmt unter anderem die Kosten für Lehr- und Lernmittel wie auch die Buskosten für die Skikurse. Auch die Jugendsozialarbeit an der Schule wird von den Mitgliedsgemeinden mit 12 000 Euro jährlich bezuschusst. Zudem werden die Gruppen der offenen Ganztagsschule von den Gemeinden finanziell mitgetragen. Im Mittelschulbereich unterstützen die Gemeinden diese Einrichtung mit 5500 Euro pro Gruppe, also insgesamt 16 500 Euro. Im Grundschulbereich wird die offene Ganztagsschule mit 18 000 Euro gefördert.

36 000 Euro an Ausgaben stehen im Vermögenshaushalt für Investitionen zur Verfügung. Geplant ist, einen der drei Computerräume neu auszustatten und neue Schränke wie Instrumente für den Grundschulbereich anzuschaffen. Einstimmig wurde der Haushalt beschlossen.

Turnhallenneubau: Noch keine Förderzusage

Keine guten Nachrichten hatte Jantke hinsichtlich des geplanten Turnhallenneubaus. Obwohl die Gemeinde bereits in den Startlöchern steht und den Auftrag an ein Ingenieurbüro vergeben möchte, ist dies nicht möglich. Zunächst muss die baufachliche Prüfung erfolgen, mit der nach Auskunft der Regierung frühestens in einem Monat begonnen werden kann. Dies sei ernüchternd, so Jantke. Ohne die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns könne man nicht fortfahren, da sonst die Förderung verwirkt werde. Bis zur Förderzusage werden wohl weitere vier bis sechs Wochen vergehen.

Dafür kann mit dem Ausbau der Barrierefreiheit begonnen werden. Hierfür liegen die Genehmigungen und eine Förderung von 90 Prozent der Kosten vor. Die Ausschreibungsergebnisse seien ebenfalls vorhanden und die Vergabe der Arbeiten erfolge in Kürze. Installiert werden drei Lifte und ein größerer Aufzug sowie mehrere Rampen. Baubeginn ist am 6. März. Ende April soll dieser Umbau beendet sein. Die Umbauarbeiten werden in Absprache mit der Schulleitung erfolgen und lärmintensive Maßnahmen in die Ferienzeit verlegt, erklärte Jantke.

Bedenken hinsichtlich des Schulstandorts Staudach-Egerndach meldete Anton Weiß, Gemeinderat und Schulverbandsmitglied, an. Nachdem das Angebot in Grassau so vergrößert werde, drängen sich einem diese Bedenken auf, meinte Weiß. Jantke betonte, dass niemand die Auflösung der Staudacher Grundschule im Sinn habe und Geschäftsleiter Robert Höpfner ergänzte, dass die Schulen Grassau und Staudach eine Einheit bilden und die Planung auch so ausgerichtet wurde. Auch Schulleiter Zeitel versicherte, dass die Staudacher Schule erhalten bleibe. In Grassau sei man räumlich am absoluten Limit und die Zahlen an Grundschülern seien weiterhin stabil, in den vergangenen fünf Jahren sogar leicht steigend.

»Wir haben nette, normale Jugendliche, auf die wir stolz sein können«, betonte Schulleiter Zeitel und bezog dies auch auf das erfolgreiche Skilager der Schüler von der fünften bis zehnten Klasse. Zur Achentaler Drogenproblematik erklärte Zeitel, dass die Grassauer Schule diesbezüglich eine strikte »Null-Toleranz«-Position beziehe.

Inklusion funktioniert gut

Das Schulprofil Inklusion funktioniere sehr gut. Sehr viele Kinder anderer Nationen besuchen die Schule und bereichern das Schulleben. Ein Problem sei jedoch die Lage am Arbeitsmarkt. Es werde immer schwerer Lehrkräfte für den Mittelschulbereich zu bekommen. Teilweise werden Lehrer aus der Pension zurückgeholt und auch Lehrkräfte aus Österreich eingestellt. Der krankheitsbedingte Engpass in den ersten Klassen konnte gut gelöst werden, so Zeitel abschließend. tb