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Schulhauserweiterung im Rahmen

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Siegsdorf. Vornehmlich Bauangelegenheiten standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Insgesamt läuft laut Bürgermeister Thomas Kamm der Erweiterungsbau im Norden des Schulgebäudes sehr gut. Der Finanzrahmen sei bisher eingehalten worden und auch terminlich liege man gut im abgesteckten Zeitfenster.


Geschäftsleiter Hermann Haslinger gab weitere Auftragsvergaben für die Erweiterung des Schulgebäudes bekannt. Die Spenglerarbeiten für den Anbau wurden, wie auch die weiteren Arbeiten, beschränkt ausgeschrieben und nach der Prüfung durch Architekt Gerhard Chaloupka vom Bauausschuss an die günstigsten Bieter vergeben. Von den fünf Bietern aus der Region sicherte sich die Firma Staller & Haase aus Anger den Auftrag für eine Bausumme von 95 277 Euro.

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Der Auftrag für die Oberlichter ging an die Firma »Jet Lichtkuppel« Rohrdorf für 36 455 Euro, die Lüftungsarbeiten wird die Firma Weisky in Trostberg ausführen, die mit 103 362 Euro am günstigsten bot. Für die Zimmererarbeiten wurden 14 Firmen angeschrieben, nur vier gaben Angebote ab. Die Zimmerei Klammer aus Wonneberg erhielt für 202 047 Euro den Zuschlag.

Nachdem noch wichtige Informationen fehlten, wurde ein Antrag des katholischen Kindergartens zur Übernahme von Defiziten für das kommende Kindergartenjahr vertagt.

Zur Bauvoranfrage für die Bebauung eines Grundstücks in Hörgering an der Rabensteinstraße ging der Bürgermeister kurz auf die Geschichte der Bauanträge ein. Das Grundstück, für das bereits mehrmals Bauanträge vorlagen, soll nun in Nord-Süd-Richtung geteilt und mit einem Doppelhaus bebaut werden. Nachdem das Baufenster dem Bebauungsplan entspricht und nur die Garagen einen neuen Standort bekommen, stimmte das Gremium der Voranfrage grundsätzlich zu, wobei für jede Haushälfte nur eine Wohnung zugelassen wurde.

Ein weiterer Punkt war die Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Königswiesen, wo die Firma Plereiter eine Lehrlingswerkstatt errichten möchte. Nachdem die Bedenken der Behörden fast ausschließlich redaktioneller Art waren, fasste der Gemeinderat nach kurzer Diskussion den Satzungsbeschluss einstimmig.

Abschließend informierte Bürgermeister Kamm den Gemeinderat darüber, dass seit Pfingstsamstag im Gasthof Neue Post zehn Asylbewerber untergebracht sind. Obwohl sie aus sechs verschiedenen Nationen kommen, versuchen sie trotz der schwierigen Verständigung ihren Alltag selbstständig zu meistern. Die Gemeinde wird zu gegebener Zeit das bereits lose geknüpfte Netzwerk zur Betreuung und Eingliederung der Asylbewerber aktivieren und versuchen, die Sprachbarrieren möglichst schnell zu überwinden.

Emotional äußerte sich das Gemeindeoberhaupt zu einer brisanten Angelegenheit in Sachen Feuerwehr. Einige Bürger hatten sich während eines Feuerwehreinsatzes am Sonntagvormittag über den Gebrauch des Martinshorns aufgeregt. Der Bürgermeister hat für derartige Reaktionen überhaupt kein Verständnis. »Nachdem im Ortskern aufgrund der Veranstaltung für den »Siegsdorfer Lauf fürs Leben« mehrere Hundert Personen unterwegs waren, war es dringend geboten, den Einsatz mit Blaulicht und Martinshorn zu signalisieren und die Besucher der Veranstaltung vorzuwarnen, betonte der Bürgermeister. FK

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