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Schule geht wieder los: 1400 Erstklässler gibt's im Landkreis

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Die Schule geht am morgigen Donnerstag wieder los: Im Landkreis Traunstein werden 1400 Erstklässler eingeschult – und alle haben an ihrem ersten Schultag eine Schultüte dabei.

Traustein. Die Zahl der Schulanfänger im Landkreis Traunstein steigt in diesem Jahr deutlich an: 1400 Erstklässler werden sich am morgigen Donnerstag auf den Weg zu den Grundschulen machen. Das sind 80 Abc-Schützen mehr als im Vorjahr. Das teilte Schulamtsdirektor Otto Mayer auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts mit. »Die Zunahme der Schulanfängerzahlen beläuft sich im Landkreis Traunstein also erstmalig auf rund sechs Prozent«, sagt er.


An den 42 öffentlichen und drei privaten Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk besuchen im neuen Schuljahr 9200 Schüler in 456 Klassen den Unterricht in der 1. bis zur 10. Jahrgangsstufe. »Das sind nur 20 Schüler und nur vier Klassen weniger als im vergangenen Schuljahr«, hebt Mayer hervor.

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Vier neue Schulleiter wird Mayer am morgigen Donnerstag begrüßen. Irmgard Asenkerschbaumer übernimmt die Leitung der Grundschule Vachendorf. Sigrid Rudolph ist neue Schulleiterin an der Grundschule Nußdorf. Matthias Freutsmiedl wird Schulleiter an der Mittelschule Waging und Johann Steinmaßl an der Grundschule Petting.

M-Klassen kommen gut an

Zufrieden zeigt sich Otto Mayer auch mit den Zahlen im gesamten Mittelschulbereich. »Hier stagnieren die Zahlen«, sagt er. Das heißt, dass wie im Vorjahr rund 3400 Schüler diesen Zweig besuchen. »Diese Zahlen belegen klar die jetzt gefestigte Akzeptanz dieser Schulart«, freut er sich.

Eine beständige Nachfrage erfahren dabei die M-Klassen, in denen die Schüler der Mittelschule die Mittlere Reife erwerben können. Im kommenden Schuljahr besuchen rund 950 Schüler in 47 Klassen diesen Schulzweig, gibt er bekannt.

»Die Ziele der bayerischen Mittelschule, Schaffung solider Grundlagen in Deutsch, Mathematik und Englisch, umfassende Berufsorientierung sowie die Sicherstellung der Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler haben auch im Landkreis Traunstein zur Stabilisierung beziehungsweise regionalen Zunahme der Schülerzahlen im Mittelschulbereich beigetragen«, sagt der Schulamtsdirektor. Es gibt auch wieder zahlreiche Projekte vertiefter Berufsorientierung. Die Gesamtkosten belaufen sich dabei auf 200 000 Euro – und diese werden weiterhin durch die Arbeitsagenturen, Handwerkskammern, Berufsbildungswerke sowie Sponsoren und die öffentliche Hand unterstützt.

Es gibt auch wieder offene Ganztagsgruppen. Diese sind in Fridolfing-Tittmoning, Grassau, Obing, Siegsdorf und Ruhpolding, Tacherting, Trostberg, Unterwössen, Waging, und an der Montessorischule Traunstein installiert. Neben diesen offenen Ganztagesangeboten bestehen gebundene Ganztagsklassen an den Mittelschulen Traunstein, Traunreut und Trostberg, hier besteht das Angebot sogar bis zur 8. Jahrgangsstufe und im Bereich der 5. Klasse ist sie zweizügig.

Gebundene Ganztagesklassen gibt es weiterhin auch an der Grundschule Traunreut Nord, an der Ludwig-Thoma-Grundschule Traunstein und der Franz-von-Sales Schule Niedernfels. »An nahezu allen Grundschulen werden darüber hinaus kurze oder verlängerte Mittagsbetreuungsgruppen angeboten, an den Mittelschulen gehört Jugendsozialarbeit mittlerweile zum Standardangebot«, informiert Mayer.

Besonders stolz ist er auf ein Angebot in Trostberg: Die dortige Grundschule hat mit ihrem Schulprofil »Inklusion« mit sogenannten Tandemklassen »eine Vorbildfunktion für Bayern«, hebt Mayer hervor, ebenso die Praxisklassen an den Mittelschulen Traunstein und Traunreut. Auch das Modellprojekt B-Klasse, eine Kooperation der Berufsschule 1 in Traunstein mit der Mittelschule Traunstein, geht laut Mayer »mit hervorragenden Ergebnissen in ein weiteres Jahr«.

Mobile Reserve steht weiterhin zur Verfügung

Gut 15 000 Lehrerstunden stehen dem Schulamt für den Unterricht an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Alle Klassen haben ihren Klassenlehrer und für den Fachunterricht werden zusätzliche Lehrer sowie Fachlehrer eingesetzt. Zur Förderung nicht Deutsch sprechender Schüler sind weitere 250 Stunden ausgewiesen. Auch ein Lehrer-Kontingent für den Aushilfsdienst, die sogenannte mobile Reserve, steht dem Schulamt weiterhin zur Verfügung.

Sechs Schulpsychologinnen und elf qualifizierte Beratungslehrer versuchen bei Lern-, Leistungs- oder Verhaltensschwierigkeiten zu helfen. »Die Grund- und Mittelschulen des Landkreises Traunstein sind also trotz mancher Befürchtungen im Vorfeld gut für das neue Schuljahr gerüstet«, freut sich Mayer. SB