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Schuldenstand wird sich leicht nach oben entwickeln

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Ursprünglich sollte die Ortschaft Niedling noch heuer an die städtische Kanalisation angeschlossen werden. Der Kanalbau muss aber wegen noch nicht abgeschlossenen Planungen der Straßenentwässerung beziehungsweise Stromverkabelung in das nächste Jahr verschoben werden. (Foto: Rasch)

Traunreut. Der Schuldenstand der Stadtwerke Traunreut wird sich zum Jahresende leicht nach oben entwickeln. Das geht aus dem Zwischenbericht für das Jahr 2014 hervor, den die Stadtwerke dem Werkausschuss in seiner Sitzung vorgelegt haben. Zurückzuführen ist die Neuverschuldung auf ein Darlehen in Höhe von 708 000 Euro. Gleichzeitig sollen aber 650 000 Euro getilgt werden. Damit wird sich der Schuldenstand um 58 000 Euro auf 7,3 Millionen Euro erhöhen.


Die Neuverschuldung in Höhe von 708 000 Euro betrifft ein Darlehen, das die Stadtwerke bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Programm der Erneuerbaren Energien aufgenommen haben, um einen Tilgungszuschuss für den Fernwärmenetzausbau zu erhalten. Die Stadtwerke erwarten eine Förderung für den Netzausbau von maximal 84 000 Euro.

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Trinkwasserverkauf: Umsätze auf Vorjahresniveau

Wie dem Zwischenbericht weiter zu entnehmen ist, wird es bei den Roh-, Hilfs- und Betriebskosten und bei den Personalkosten im Vergleichszeitraum des Vorjahres zu keinen erheblichen Abweichungen kommen. Beim Trinkwasserverkauf werden sich die Umsätze ebenfalls auf Vorjahresniveau bewegen. Die Wassergebühren und Einleitungsgebühren werden auf den Wirtschaftsplan keine negativen Auswirkungen haben, weil diese bis 2015 beziehungsweise 2016 festgelegt sind. Im Bereich der Fernwärme wurden die vierteljährlichen Preisanpassungen berücksichtigt.

Die Stadtwerke wollen auch heuer wieder kräftig investieren. 1,5 Millionen Euro sollen laut Wirtschaftsplan in die Wasserversorgung gesteckt werden. Eine wichtige Investition ist der Neubau des Brunnenhauses IV in Traunwalchen (wir berichteten). Der geplante Wasserleitungsbau in der Staatsstraße 2104 zwischen den Einfahrten zum Gewerbegebiet Hochreit und der Wohnsiedlung Schäfflinger Äcker wird heuer nicht realisiert. Wie es dazu hieß, richte sich die Maßnahme nach dem Straßenbau.

Für die Abwasser- und Wärmeversorgung sind jeweils rund 1,9 Millionen Euro eingeplant. Die Traunreuter Kläranlage wird mit einer neuen Schlammentwässerungsanlage ausgestattet, außerdem wird die Niederschlagsentwässerung in der Heinz-von-Stein-Straße neu geordnet. Diese Maßnahme, die die Stadt Traunreut anteilig finanziert, befindet sich bereits im Bau.

In das nächste Jahr verschoben werden muss der Kanalbau in Niedling. Der Grund: die Planungen der Straßenentwässerung durch die Stadtverwaltung und die Kabelverlegungen durch den Landkreis Traunstein sind noch nicht abgeschlossen. Für die Kanalisierung, mit der das sogenannte Abwassertechnische Konzept der Stadt Traunreut abgeschlossen werden sollte, wurden im diesjährigen Haushalt 400 000 Euro angesetzt. Weitere 140 000 Euro wurden für Honorare und Nachzahlungen des Stadtwerke-Neubaus eingestellt. Damit ergibt sich laut Wirtschaftsplan ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,6 Millionen Euro.

Klimaschutzkonzept wird nun in die Tat umgesetzt

In dem Zwischenbericht verweisen die Stadtwerke auch auf das vom Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden erstellte Klimaschutzkonzept für Traunreut. Ende vergangenen Jahres war das Konzept dem Stadtrat vorgestellt worden. In einem sogenannten Energienutzungsplan wird nun begonnen, die Vorgaben aus dem Klimaschutzkonzept in die Tat umzusetzen. Für die Vorhaben gibt es auch eine staatliche Förderung, die bereits beantragt ist.

Zum Thema Grünlandumbruchverbot in Wasserschutzgebieten ist Ende Juli eine Diskussionsrunde mit dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium anvisiert. ga