weather-image
11°

Schuldenstand in Inzell gesenkt – Deutlich mehr Übernachtungen im September

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Gemeinde Inzell hat im letzten Jahr gut gewirtschaftet und konnte die Pro-Kopf- Verschuldung erheblich senken auf rund 750 Euro pro Einwohner. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Der Rechnungsprüfungsausschuss in Inzell hat die Jahresrechnung 2019 geprüft und hatte keine Beanstandungen. In seinem Prüfungsergebnis empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat, die Jahresrechnung 2019 festzustellen und zu billigen. Der neue Vorsitzende Sepp Rieder (SPD) gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen kurzen Einblick der Prüfung und die Schwerpunkte rund um den Haushalt.


Der Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) bestand aus Vorsitzendem Sepp Rieder, Petra Maier, Robert Hochreiter (beide CSU), Michael Kötzinger (SPD), Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) und Maximilian Bacher (Junge Liste). Bei Fragen standen Kämmerin Maria Hardt und Bauamtsleiter Sepp Eder zur Verfügung, die online zugeschaltet waren. Die Feststellung der Jahresrechnung ergab im Verwaltungshaushalt Einnahmen von 16,481 Millionen Euro, beim Vermögenshaushalt 4,174 Millionen Euro.

Anzeige

Mehreinnahmen bei den Steuern und Gebühren

Für den Verwaltungshaushalt waren Mehreinnahmen bei den Steuern, den Beiträgen und Benutzungsgebühren zu verzeichnen sowie Minderausgaben beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand, bei den Personalausgaben und bei der Umsatzsteuer. Das Ergebnis lag um 2,4 Prozent (398.740 Euro) über dem Haushaltsplan. Beim Vermögenshaushalt, der um 10,86 Prozent unter dem Haushaltsplan lag (-508.233 Euro), stammen die Mindereinnahmen aus den Erschließungsbeiträgen und Fördermitteln (Schulsanierung, Breitband und Spielplatz Schmelz) sowie Minderausgaben beim Hoch- und Tiefbau.

Die Ausgaben lagen im Wesentlichen bei der Sanierung der Schule, der Neuanschaffung einer Krippe, der Max-Aicher-Arena und der Gaststätte an der Max- Aicher-Arena wegen des Betreiberwechsels. Hinzu kamen noch die Planung für den Badepark (Generalsanierung), die Gemeindestraßen, Grundvermögen, die Kosten für die Wasserversorgung und der Breitbandausbau. Der Schuldenstand konnte im letzten Jahr um fast 600.000 Euro gesenkt werden und betrug zum Jahresende 2019 3,63 Millionen Euro. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung in Inzell von 750 Euro.

»Gerade heuer war es schwierig wegen Corona«

Sepp Rieder zollte Maria Hardt großes Lob. »Gerade heuer war es wegen Corona schwierig, online alles zu behandeln. Zudem sind viele Gemeinderäte neu in diesem Gremium und mussten erst eingearbeitet werden«. Bürgermeister Hans Egger würdigte zudem den Rechnungsprüfungsausschuss für die aufwändige und sehr detaillierte Arbeit.

Zu behandeln war da- rüber hinaus ein Bauantrag für eine zweite Wohnung in ein Haus an der Gamskogelstraße. Geplant ist ein zweigeschoßiger Anbau mit den Abmessungen 8,65 mal 7,63 Meter an das Einfamilienhaus. Die neue Wohnung mit rund 120 Quadratmetern wird nicht unterkellert. Das bisherige Haus hat 167 Quadratmeter. Auf dem Grundstück werden zwei weitere Stellplätze errichtet. Das Grundstück ist 1073 Quadratmeter groß.

Das Niederschlagswasser der zusätzlichen Dachflächen darf nicht in den öffentlichen Kanal eingeleitet werden und muss auf dem Grundstück versickern. Der Hausanschluss für die Wasserversorgung ist auf dem Baugrundstück neu herzustellen. Für die befestigten Flächen müssen wasserdurchlässige Beläge verwendet werden. Zu dem Bauantrag gab es keinerlei Einwände. Ein weiterer Antrag betraf den Abbruch eines Lagerschuppens und Neubau einer Traktorgarage mit Lagerhalle an der Reichenhaller Straße. Seitens der Straßenbaubehörde liegt ein Schreiben vor, in dem ein abweichender Abstand zur Bundesstraße zugestimmt wird.

Die Anforderungen werden erfüllt, somit ist das Bauvorhaben zulässig. Bedingung der Gemeinde ist jedoch, dass die Wasserleitung nicht überbaut werden darf. Auch dazu gab es keine Gegenstimme.

Im September deutlich mehr Übernachtungen

Bürgermeister Hans Egger zeigte sich mit den Übernachtungszahlen für 2020 bisher überaus zufrieden. »Im September haben wir zum Beispiel mit 67.058 Übernachtungen ein Plus von 12,2 Prozent gegenüber dem letzten Jahr und das trotz nur 50 Prozent Auslastung beim BLSV-Sport Camp. Zudem ist die Kritische Akademie auch nicht ganz voll besetzt«. Die Buchungen für Oktober seien derzeit positiv, wobei alle Freizeiteinrichtungen noch bis zum Ende der Herbstferien geöffnet seien.

Robert Hochreiter (CSU) zollte Kämmerin Maria Hardt und Sepp Rieder als neuem Prüfungsausschussvorsitzenden großes Lob. »Du hast ein schweres Erbe von Rudi Heitauer übernommen, aber sehr gute Arbeit geleistet. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde war ausgezeichnet«. hw


Mehr aus der Stadt Traunstein