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Schulbetrieb beginnt bei laufenden Bauarbeiten

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Auf Hochtouren laufen die Sanierungsarbeiten an  der  Ludwig-Thoma-Grundschule.  Trotzdem müssen Schüler und Lehrer in den kommenden Monaten mit den Bauarbeiten parallel zum Schulbetrieb fertig werden. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Traditionell werden die Schulen vor dem ersten Schultag am Dienstag nochmals auf »Hochglanz« gebracht. Nicht so die Ludwig-Thoma-Grundschule: Dort wird gehämmert, geschraubt, gesägt und gebohrt. Die Schule ist mitten in der Sanierung, die gleich zu Beginn der Sommerferien mit Hochdruck begonnen hatte. Trotzdem werden Schüler, Eltern und Lehrer, die sich bereits in den Vorbereitungen befinden, in wesentlichen Teilen der Schule eine Baustelle vorfinden.


Kabel hängen von den Decken, Sanitäreinrichtungen und -leitungen sind herausgerissen und werden erneuert und der Brandschutz wird an die aktuellen Verordnungen angepasst. Dazu kommt der Einbau eines Aufzugs, der – gerade in Zeiten der allerorten geforderten Inklusion – ein unverzichtbarer Bestandteil für ein mehrstöckiges, öffentliches Gebäude ist.

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Staubwände wurden in den Gängen gebaut, die erst wieder verschwinden, wenn nach der Sanierung auch der Anbau der Schule fertig ist – sind doch nach einem langwierigen und kontrovers diskutierten Stadtratsbeschluss der Anbau von vier Klassenzimmern und einer Schulküche vorgesehen. Die Schule soll auf 18 Klassen ausgelegt werden, auch wenn Zweifel bestehen, ob mittel- bis langfristig nicht nochmals eine Erweiterung erforderlich sein wird. Der Anbau folgt nach der Sanierung, die im März fertig sein soll.

Die Sanierungsarbeiten liegen weitgehend im Zeitplan. Nur die aufwendigen Kernbohrungen im Zusammenhang mit dem Aufzugseinbau haben eine zweiwöchige Verzögerung gebracht.

Insgesamt komme die Sanierung aber gut voran, die Abstimmung zwischen Schulleitung, der Stadt als Sachaufwandsträger und den Planern und Handwerkern im Rahmen der wöchentlichen Baubesprechungen funktioniere gut, wie Schulleiter Herbert Lay bestätigte. Trotzdem macht auch er sich Gedanken, wie der Schulbetrieb ab Dienstag möglichst reibungslos verlaufen kann.

Noch ist der Pausenhof mit alten Toilettenschüsseln, Waschbecken, Rohren und vor allem mit den Fahrzeugen der Handwerker zugestellt. Ab nächste Woche muss der Pausenhof wieder den Schulkindern zur Verfügung stehen – auch für die Handwerker eine Herausforderung bei den beengten Verhältnissen rund um die Klosterkirche. Am ersten Schultag treffen sich Schulanfänger und Eltern am Dienstag um 9 Uhr im Pausenhof. Sie werden dort von den Klassenlehrern abgeholt und gehen dann gemeinsam in ihre künftigen Klassenzimmer. Um 10.30 Uhr ist dann der erste Schultag für die Erstklässler wieder vorbei. Die Klassenlehrer bringen die Abc-Schützen nach den ersten aufregenden Stunden auch wieder zu den Eltern in den Pausenhof, wo noch klassenweise Fotos gemacht werden.

Das Gute am Baustellenbetrieb während des Unterrichts sei, so Lay, dass man mit den Schülern das eine oder andere praktische Projekt angehen könne. Auch die handwerklichen Arbeiten an ihrer Schule zu sehen, dürfte für die Schüler interessant sein.

Das werde auch ein Thema im Sachunterricht werden. Und auch die Staubwände werden wohl nicht lange grau bleiben. »Die dürfen die Schüler bemalen«, betonte Lay, der hofft, dass alle Beteiligten mit der Mehrbelastung gut klar kommen. awi