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Schulabschluss als wichtiges Sprungbrett für die Zukunft

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Die besten Absolventen des Pädagogischen Zentrums Schloss Niedernfels mit Schulleiterin Angelika Ligniez (links) und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Heiko Jung (rechts): Lisa Wachinger (von links), Julia Zagler und Johannes Scheufler. (Foto: Giesen)

Marquartstein. 30 Schüler des Pädagogischen Zentrums Schloss Niedernfels haben ihre Abschlusszeugnisse bei einer feierlichen Verabschiedung in der Schulaula erhalten. Alle Absolventen hatten den Hauptschulabschluss geschafft, 80 Prozent davon den sogenannten »Quali«, den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule. Bester Absolvent, der zudem eine Auszeichnung von Landrat Siegfried Walch erhielt, ist Johannes Scheufler mit einem Notendurchschnitt von 1,83, gefolgt von Julia Zagler mit einem Notenschnitt von 2,16 und Lisa Wachinger mit einem Schnitt von 2,27.


Der Abschlussfeier war ein musikalisch umrahmter, ökumenischer Gottesdienst mit Religionslehrer Heiko Jung und dem evangelischen Pfarrer Rainer Maier vorausgegangen, an dem mit einem Chor auch alle Religionslehrer und viele Lehrer der Schule beteiligt waren. Der Leiter des Pädagogischen Zentrums, Bernd Barthel, eröffnete den Reigen der Reden mit der Bemerkung, er sei stolz, dass wieder zwei Klassen erfolgreich verabschiedet werden können. Den Absolventen wünschte er alles Gute für ihre Zukunft. Barthel dankte besonders Schulleiterin Angelika Ligniez, deren Amtszeit Ende des Jahres ausläuft und die diesmal an ihrer letzten Abschlussfeier teilnahm.

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In ihrer Rede verglich die Schulleiterin anfangs die Entwicklung der Schüler mit Pflänzchen, die sich im Laufe ihrer Schulzeit »zwischen Anpassung und Widerstand« stetig entwickeln und sich schließlich »zur vollen Blüte entfalten«.

Durch immer neue technische Errungenschaften verschärften sich zwar Tempo und Profitgier in fast allen Lebensbereichen, stellte Angelika Ligniez fest. Manchmal habe sie den Eindruck, dass »Bildungspolitik sich nicht mehr vorrangig um Pädagogik und Bildung kümmere, sondern hauptsächlich darum, dass Kinder und Jugendliche möglichst kostengünstig marktreif werden«, wie man auch an der Diskussion um das G 8 sehe.

Der jetzige Abschluss sei ein wichtiges Sprungbrett. Ein Zitat von Albert Einstein – »Ich habe keine besondere Begabung, sondern ich bin nur leidenschaftlich neugierig« – gab Ligniez den Absolventen zur Nachahmung mit auf den Weg.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Karl-Heinz Heimerl, und seine Vorgängerin Petra Mandl gratulierten herzlich. Sie überreichten allen Abschlussschülern ein kleines Geschenk, einen Schlüsselanhänger mit USB-Stick. Die Schulleiterin und viele Mitglieder des Elternbeirats bekamen selbst gefertigte »Medaillen« zum Dank für ihre Arbeit.

Die Verteilung der Abschlusszeugnisse nahmen Schulleiterin Ligniez sowie die Klassenlehrer Christian Auer und Stefanie Kainz – sie hatte die 9 a bis zu ihrer Elternzeit vor einem halben Jahr geleitet – und Volker Dobiasch vor. Die Ehrung der besten Schüler mit einem Gutschein übernahm der langjährige Vorsitzende des Fördervereins, Heiko Jung.

Anschließend hielten Julia Zagler, Emma Jell und Dennis Reischl als Vertreter der scheidenden Schüler der neunten Klassen kurze Abschlussreden, wobei sie sich aufrichtig bei Eltern, Lehrern und Erziehern bedankten. Mit Rosen zum Dank für die Unterstützung in all den Jahren an der Schule bedachten die Drei viele Lehrer und Erzieher. Abschließend würdigte die Rektorin die Arbeit von zwei Frauen der Agentur für Arbeit: Katharina Lechner und Elke Nagl bekamen Blumensträuße überreicht.

Musikalisch wurde die Feier eindrucksvoll durch Schlagzeug mit den Musiklehrern Sepp Wagner und Christian Zuber festlich umrahmt, wobei die Gesangssolisten Katharina Scheininger und Julian Wohlfarter gelungene Gesangseinlagen gaben, was das Publikum mit Applaus bedacht wurde. Die Feier klang mit einem fröhlichen Zusammensein bei einem großen Buffet aus, das die achten Klassen im Fach Hauswirtschaft mit ihren Lehrerinnen vorbereitet hatten. gi