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Gemeinde Kirchanschöring investiert in die zeitgemäße Ausstattung ihrer beiden Feuerwehren

Schuhe und Digitalfunk für die Floriansjünger

Kirchanschöring – Die Floriansjünger aus Kirchanschöring und Lampoding werden mit insgesamt 120 Paar Feuerwehrschuhen ausgestattet. Darauf verständigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Kosten belaufen sich brutto auf etwa 23 750 Euro. 90 Paar Schuhe sind für die Kirchanschöringer Feuerwehrler bestimmt, 30 Paar werden den Einsatzkräften in Lampoding ausgehändigt.

Wie der Kirchanschöringer Kommandant Hans Kirchhofer den Ratsmitgliedern erläuterte, besitzen die Aktiven Mitglieder der Feuerwehren derzeit keine speziellen Feuerwehrschuhe. Einige der Kameraden hätten daraufhin aus eigener Tasche entsprechendes Schuhwerk gekauft, das auch privat genutzt werde. »Gerade bei Einsätzen und Übungen unter widrigen Bedingungen ist die Qualität der Ausrüstung von besonderer Bedeutung«, bekräftigte Kirchhofer. So mussten die Feuerwehrler bei den Hochwasser-Einsätzen im vergangenen Jahr stundenlang im kalten Wasser ausharren.

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Das Kommunalgremium war sich einig, dass von Seiten der Gemeinde eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber den freiwillig Dienstleistenden besteht. »Der Rest der Feuerwehrausrüstung ist ebenfalls durch die Kommune beschafft worden«, betonte Bürgermeister Hans-Jörg Birner. Er schlug vor, innerhalb von drei Jahren 120 Paar Schuhe zu beschaffen. Die in Frage kommenden Modelle seien inzwischen in der Praxis getestet worden. Dabei habe sich herauskristallisiert, dass nur das Modell »Haix-Fire Flash Gamma« den Anforderungen entspricht. Das günstige Angebot legte der örtliche Anbieter vor.

Sebastian Brüderl erkundigte sich zunächst nach der Haltbarkeit der Feuerwehrschuhe. »Seit knapp sieben Jahren sind meine Schuhe im Einsatz und immer noch dicht«, entgegnete Kommandant Kirchhofer. Michael Hüller und Franz Niedermayer beantragten, die komplette Anzahl Schuhe noch in diesem Jahr zu kaufen und die Maßnahme nicht auf drei Jahre zu verteilen. Dieser Eingabe schloss sich der Gemeinderat einstimmig an.

Ebenfalls ohne Gegenstimme votierte das Kommunalparlament dafür, Digitalfunkgeräte für die beiden Freiwilligen Feuerwehren zu organisieren. Bürgermeister Birner regte an, sich an einer Einkaufsgemeinschaft der Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein und Rosenheim zu beteiligen. »Eine gemeinsame Ausschreibung bewirkt eine höhere Abnahmemenge. Dadurch können günstigere Einkaufspreise für die Geräte erzielt werden«, informierte der Rathauschef.

Die Gemeinde wird in den kommenden zwei Jahren 43 574 Euro in die Umstellung ihrer Feuerwehren von Analog- auf Digitalfunk aufbringen. Die Grundausstattung besteht aus sieben Fahrzeugfunkgeräten, drei sogenannten zweiten Sprechstellen, 24 Handfunkgeräten sowie zwei Zusatzlizenzen. Diese Geräte werden mit einem Zuschuss in Höhe von 18 472 Euro gefördert. Für die Komplettausstattung sind 2016 zusätzlich noch zwölf Handfunkgeräte sowie zwei weitere zweite Sprechstellen nötig.

Franz Portenkirchner wollte wissen, ob die nicht mehr benötigten Geräte eventuell verkauft werden können. »Das wird aufgrund des Alters wohl nicht möglich sein, zumal im gesamten europäischen Raum auf Digitalfunk umgestellt wird«, entgegnete Birner. Während der Probephase sind dann sowohl die analogen als auch die digitalen Geräte im Einsatz. mia