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Schüler dürfen Sportplatz auch in der Freizeit nutzen

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Mit vollem Körpereinsatz wurde die Standfestigkeit von Schülern und Lehrern getestet. Die Lehrer gewannen den fairen Wettkampf knapp, auch wenn sich die Schüler mächtig ins Zeug legten. Weitere Bilder gibt es auf www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos im Internet. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Seit mehreren Jahren besteht er schon in den Köpfen der Schulleitung, des Lehrerkollegiums und der Schüler: der Wunsch nach einem Sportplatz auf dem Schulgelände der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule in Traunstein. Jetzt wurde der Sportplatz endlich gebaut und feierlich eingeweiht.


Die Verantwortlichkeit in der Schule hatte vom früheren Schulleiter und jetzigem Schulamtsdirektor Otto Mayer zum Schulleiter Hubert Schmid gewechselt. Der Wunsch, den man mehrfach an die Stadt Traunstein herangetragen hatte, ist immer der gleiche geblieben: Auf dem Schulgelände muss ein Hartplatz her. Nachdem sich für die Schulklassen durch den Abriss »ihrer« Sommersportstätte, dem Triftstadion, zur Ausübung von Sommersportarten bis zum EHG-Sportpark nach Empfing weite Wege ergeben hätten, wurde der Wunsch nochmals an den ehemaligen Oberbürgermeister Manfred Kösterke und den Traunsteiner Stadtrat herangetragen.

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Die Stadt reagierte und genehmigte den Bau der Schulsportstätte. Nun war die offizielle Eröffnung und Einweihung des Platzes. »Das Ergebnis ist super – es kann sich sehen lassen«, sagte Schulrektor Schmid. Kösterke betonte, dass die Stadt Traunstein in den vergangenen Jahren viel Geld in die Sanierung des Schulhauses sowie der angrenzenden Hans-Dierl-Turnhalle gesteckt habe. Nun habe man die Freisportanlage realisieren können. Das 120 000-Euro-Projekt sei für Schüler und Jugendliche in Traunstein im Allgemeinen bedeutsam. »Wie wichtig der Sport in der Gesellschaft ist, hat man beim WM-Finale gesehen«, so der bisherige Oberbürgermeister, der noch am gleichen Tag die Amtsübergabe an seinen Nachfolger vornahm. Er dankte dem Traunsteiner Stadtrat für die Bereitschaft, die 120 000-Euro-Investition zu begleiten und ermutigte die anwesenden Kohlbrenner-Schüler, den Allwetterplatz auch außerhalb der Schulzeit für sportliche Betätigungen zu nutzen. Der Platz ist deshalb auch nicht eingezäunt. Die Hoffnung der Verantwortlichen ist, dass der Platz neben der Bereicherung für den Schulsport auch ein Ort ist, an dem junge Menschen eine sinnvolle, sportliche Freizeitbeschäftigung finden.

Kaplan Andreas Lederer nahm die Segnung des Platzes vor. In der von einem Schüler gehaltenen Lesung aus dem Neuen Testament wurde der Vergleich zwischen dem Lauf in der Rennbahn und dem Erreichen des himmlischen Zieles gezogen. Hier gelte es, sich anzustrengen und zielgerichtet unterwegs zu sein. Gleichzeitig ermahnte der Kaplan die jungen Sporttreibenden, dass auf dem Platz Fairness und Frieden herrschen sollten. Daneben dürfe man auch ehrgeizig nach guten Leistungen sein. In seine Segnung des Platzes nahm Lederer dann gleich die Anwesenden mit in das Besprenkeln mit geweihtem Wasser auf.

Anschließend gab es einige kurze sportliche Vorführungen auf dem Platz, die im Seilziehen Schüler gegen Lehrer ihren Höhepunkt fanden. Den sportlichen Wettkampf konnten die Lehrer knapp für sich entscheiden. Die Schüler freuten sich über die schulische Abwechslung, bevor Schulleiter Schmid aber verkündete, dass die letzten Stunden nun wieder als regulärer Unterricht abgehalten werden. awi