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Schrotschusskrankheit: Was ist zu tun?

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Die vielen Niederschläge in diesem Jahr sind schuld daran, dass viele Kirschbäume wieder von der sogenannten Schrotschusskrankheit befallen sind. Unsere Gartentipps sind auch auf unserer Homepage unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben abrufbar. (Foto: Unterhauser)
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Die sogenannte Schrotschusskrankheit hält die Gartenbesitzer zurzeit in Atem. »In diesem Jahr ist diese Pilzkrankheit aufgrund der vielen Niederschläge besonders extrem«, sagt Georg Unterhauser, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Traunstein.


Hauptsächlich davon befallen sind Kirschbäume. »Auf den Blättern sind zahlreiche karminrote Flecken von einigen Millimetern Durchmesser vorhanden«, informiert Unterhauser. »Bei starkem Befall stirbt das Gewebe ab, vertrocknet und fällt aus.« Es entstehen die typischen Schrotschusslöcher, fügt er hinzu. Blätter der unteren Kronenpartien sind meist besonders stark befallen. Sie fallen schon im Sommer ab.

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Die Krankheit macht auch vor den Früchten nicht halt. Ob diese von der Krankheit befallen sind, erkennt man leicht: Sie haben ähnliche Flecken wie die Blätter, verkrüppeln, sind ungenießbar und fallen vorzeitig ab. Auch Zwetschgenbäume können von dieser Krankheit befallen werden. Zur vorbeugenden Bekämpfung sollten alle abgefallenen Blätter und Früchte umgehend aus dem Garten entfernt werden. »Spritzmaßnahmen bringen in diesem Jahr leider nichts mehr«, betont Unterhauser. Denn Pilzkrankheiten können nur vorbeugend behandelt werden, informiert er.

Bei Neupflanzung ist unbedingt auf einen sonnigen und luftigen Standort zu achten. Beim Rückschnitt – er sollte regelmäßig bereits im Herbst durchgeführt werden – sind die vorhandenen Triebinfektionsstellen als Ausgangsherde der Krankheit zu beseitigen. Das geschieht dadurch, dass man so weit wie möglich ins gesunde Holz schneidet. SB