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»Schreiner ist ein toller und kreativer Beruf«

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Grund zur Freude gab es bei Severin Brauner (Mitte), der die Gesellenprüfung als Bester abschloss und dafür ausgezeichnet wurde. Lehrlingswart Andreas Haitzer (von links), Obermeister Hans Kurfer, Gerald Asenkerschbaumer vom gleichnamigen Ausbildungsbetrieb sowie Prüfungsvorsitzender Uli Mittermaier gratulierten. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Für viele junge Schreiner der Schreiner-Innung Traunstein war es ein Fest- und Feiertag: Nach dem erfolgreichen Ablegen ihrer Abschluss- und Gesellenprüfung wurden sie gemäß der Jahrhunderte alten Handwerkertradition von den Pflichten ihres Lehrverhältnisses freigesprochen und erhielten ihren Gesellenbrief. Viele geladene Gäste aus der Kommunalpolitik, den Schulen, den Berufsverbänden sowie Eltern und Verwandte waren zu der Festveranstaltung in die Aula der Staatlichen Berufsschule I Traunstein gekommen.


Obermeister Hans Kurfer wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Prüfung in Durchführung und Ergebnis überaus erfolgreich gewesen sei. Er dankte insbesondere auch den ehrenamtlich tätigen Innungsmitgliedern, vor allem den Mitgliedern des Prüfungsausschusses.

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Bernhard Daxenberger, Vizepräsident des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern, lobte das hohe Niveau der Ausbildung und der erreichten Ergebnisse. Dies sei in Bayern nicht überall so. Die Jungschreiner hätten nun eine gute Zukunft. In die Runde der Ausstellungsstücke blickend, sagte er: »Wir schaffen wahre Werte, wie man sieht.« Neben gezeigter Leistung und Kompetenz sah er die Stärken des Handwerks vor allem auch darin, dass der Handwerker auch als Person vor Ort mit seinem Namen und seiner Persönlichkeit präsent sei. Er ermutigte die Anwesenden, im Ehrenamt in Innung und Vereinen Verantwortung zu übernehmen.

Traunsteins Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser ermutigte die jungen Handwerker, weiterhin zu lernen. »Das ist der Schlüssel zum weiteren Erfolg.« Der Landkreis wolle, so Konhäuser, auch in Zukunft weiter hohe Investitionen in die Bildung vornehmen.

Schreinermeister Wolfgang Osenstätter sagte als Vertreter des Traunsteiner Oberbürgermeisters Christian Kegel an die Junggesellen gerichtet: »Das sind große Kunstwerke, die ihr gefertigt habt.« Schulleiter Ulrich Genghammer von der Berufsschule der Jugendsiedlung Traunreut führte weiter aus: »Ihr habt ein wichtiges Ziel erreicht.« Die jungen Schreiner hätten nun gute Chancen, ihre berufliche Zukunft erfolgreich zu meistern.

Wolfgang Kurfer, Ständiger Vertreter des Schulleiters an der Berufsschule I, betonte die Einzigartigkeit des dualen Systems in Deutschland. Schreiner sei ein »toller und kreativer Beruf« mit dem zeitlosen Werkstoff Holz. Das erlernte Wissen und die Kreativität würden sich in den Gesellenstücken widerspiegeln. Kurfer ermutigte die jungen Handwerker, ihre erworbene soziale, methodische und fachliche Kompetenz auch an künftige Auszubildende weiterzugeben.

Im Nachgang an die Reden nahm Innungsobermeister Hans Kurfer die Freisprechung der jungen Gesellen vor und entband sie von den Pflichten ihres Ausbildungsverhältnisses. Anschließend erhielten sie ihre Gesellenbriefe. Bei den Schreinern waren dies 35 Teilnehmer, fünf davon weiblich. Der Notendurchschnitt aus Theorie und Praxis lag bei 2,25. Viele von den jungen Handwerkern erreichten ausgezeichnete Ergebnisse mit der Note Eins. Prüfungsbester war Severin Brauner vom Ausbildungsbetrieb Gerald Asenkerschbaumer aus Tittmoning, der sowohl in Praxis wie auch Theorie mit der Note Eins abschloss.

Auch vier männliche Holzfachwerker durften sich über ihren erfolgreichen Abschluss freuen. Prüfungsbeste waren hier Wjatscheslaw Bader und Stefan Barhainski aus Riedering. Geehrt wurden auch die Sieger des Gestaltungswettbewerbs »Die gute Form« (separater Bericht folgt). Die Feier wurde musikalisch gekonnt vom Hornduett der Musikschule Grassau umrahmt. awi

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