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Schönheitskuren für alte Gemäuer

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1,67 Millionen Euro hat der Kulturausschuss im Bezirkstag in seiner jüngsten Sitzung für die Denkmalpflege bewilligt. Damit stellt der Bezirk Oberbayern zum zweiten Mal in diesem Jahr Geld für die Sanierung historischer Gebäude in Oberbayern zur Verfügung.


Der größte Anteil der Fördersumme fließt in den Landkreis Rosenheim, es folgen der Landkreis Landsberg am Lech und die Landeshauptstadt München. Zuschüsse von jeweils über 100 000 Euro bekommen auch die Landkreise Fürstenfeldbruck, Mühldorf, Traunstein und Berchtesgadener Land.

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Mit rund 108 000 Euro beteiligt sich der Bezirk Oberbayern an der Denkmalpflege im Landkreis Traunstein. Unter den 14 geförderten Projekten befinden sich viele Kirchen und Kapellen. Eine Finanzspritze vom Bezirk erhalten beispielsweise die Filialkirchen St. Georg und Katharina in Palling (50 000 Euro für die Erneuerung von Dach und Fassade) und St. Peter und Paul in Tittmoning-Lanzing (6000 Euro für die Restaurierung der Innenausstattung), die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Ising (rund 4300 Euro für die Konservierung zweier Skulpturen) sowie für die Pfarrkirche St. Margareta beim Kloster Baumburg (2000 Euro für die Restaurierung historischer Schränke in der Sakristei). In Palling fließen 4000 Euro in die neue Fassade der Bäckerhuber-Kapelle und in Fridolfing wird mit Geld vom Bezirk (10 000 Euro) die Friedhofsmauer von St. Johann instand gesetzt.

Auch weltliche Baudenkmäler werden mit Mitteln des Bezirks erhalten. Beispiele sind der Schwoagerhof in Schleching, zu dessen Sanierung der Bezirk 10 000 Euro beisteuert, und der Wagnerhof in Bergen, wo rund 4700 Euro in die Rekonstruktion der um 1800 entstandenen Fenstermalereien fließen.

Insgesamt stellte der Bezirk Oberbayern in diesem Jahr 3,47 Millionen Euro für die Denkmalpflege zur Verfügung. Er bezuschusst Maßnahmen an Bau- und Bodendenkmälern sowie an Einzelobjekten, die wegen ihrer künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung von allgemeinem Interesse sind. Mit der Förderung sollen die höheren Kosten, die bei der Renovierung oder Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude entstehen, kompensiert werden.

Der Bezirk übernimmt 10 bis 20 Prozent dieser Mehrkosten, jedoch nur bis zu einer Höhe von 50 000 Euro. Die Förderung der Denkmalpflege gehört zum Aufgabenbereich der Fachberatung Heimatpflege des Bezirks, die ihren Sitz im Kloster Benediktbeuern hat. fb

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