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Schönes Fest auch ohne Schnee

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Der Schnee fehlte, aber die Stimmung ließ trotzdem nichts zu wünschen übrig beim 20. Schneefest auf der Oberwössner Frei. (Foto: Flug)

Unterwössen – Ein etwas seltsamer Anblick war es schon für langjährige Festbesucher, gerade im Jubiläumsjahr. Beim 20. Schneefest auf der Oberwössner Frei fehlte eine prächtige Schneehöhle, die den Weg auf das Festgelände freigab, und es gab keine schmückenden Eisskulpturen. Nicht einmal ein Schneehaufen zum Rutschen für die Kinder war da. Dass es trotzdem ein grandioses Fest für die vielen Hundert Besucher wurde, das lag an der Begeisterung der Menschen in den Verkaufsständen und davor. Und vielleicht auch ein wenig daran, dass sich der Festplatzboden nicht schon nach zwei Stunden im Licht der Feuer in Schneematsch wandelte.


Es war nicht das erste Mal, dass die Oberwössner Dorfgemeinschaft das Fest ohne Schnee ausrichten musste. Ihr Rezept dagegen ist einfach: Einfach den Ideenreichtum, die Fantasie und den unbändigen Willen, ein tolles Fest zu veranstalten, in andere Kanäle leiten. Heuer profitierte das kulinarische Angebot davon. Von der Pfannkuchensuppe bis zum Hirschgulasch, vom Kaspressknödel zum Rinderrollbraten, vom Marillenknödel mit Butterbröseln bis zu schönsten Torten – das kulinarische Angebot ließ kaum Wünsche offen. Die Renner blieben aber Currywurst und Bosna. Die trockene Luft und die kühlen Temperaturen förderten die Nachfrage nach Heißgetränken. Neben Schokolade gab es unter anderem weißen, roten und blauen Punsch.

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Mit einbrechender Dunkelheit brachten Kerzenlichter, das mehrfach mannshoch auflodernde Feuer an der Bundesstraße, Schwedenfeuer und Fassfeuer besondere Atmosphäre. Liebevolle Kleinigkeiten begeisterten. Am Stand des Kindergartens konnten sich die Besucher das bezahlte Pfand beispielsweise auch in Form eines schönen, großen Keramikherzes »auszahlen« lassen.

Das alles kam an. Über den großen Platz verteilt standen Hunderte Leute im Gespräch miteinander oder schlenderten an den Ständen entlang. Überall musste der Gast in Schlangen warten, doch Dank des Einsatzes der Oberwössner hielten sich die Wartezeiten in Grenzen. Für die Kinder gab es unter anderem ein kleineres Feuer, Kinderpunsch und Zuckerwatte.

Nach 19 Uhr war es am Vollsten auf der Frei. Doch während sich die ältere Generation danach langsam für den Heimweg rüstete, sammelte sich unten in Unterwössen die Dorfjugend, um den kostenlosen Bus zum Fest zu nutzen. Für sie fing die Nacht auf der Frei da gerade erst an. lukk