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Schnelles Internet und Schulbus interessierten die Bürger

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Glasfaserkabel
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Glasfaserkabel sind die Zukunftstechnologie für ein erheblich schnelleres Internet als heute - Deutschland liegt hier zurück. Foto: Jens Büttner Foto: dpa

Teisendorf – Mehrere Bürger von Rückstetten und Oberteisendorf nutzten die Bürgerversammlung, um ihre Anliegen Bürgermeister Thomas Gasser und den Gemeinderäten direkt vorzutragen. Einige Fragen wurden gleich beantwortet, bei anderen versprach Gasser, sich damit zu befassen und eine Lösung, soweit möglich, anzustreben.


Alois Lohwieser aus Hunkling und Hans Burghartswieser aus Hofholz hatten Fragen zur konkreten Abwicklung des Internetausbaus in den genannten Ortsteilen. Alois Lohwieser wollte wissen, an welcher Telefonleitung Hunkling angeschlossen ist. Laut Gasser ist dies die Telefonleitung Großrückstetten. Der Kabelverzweiger Großrückstetten wird im zweiten Bauabschnitt mit Glasfaser angefahren. Damit wird sich dann auch die Geschwindigkeit des Internets in Hunkling deutlich verbessern.

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In Hofholz wurden bei der Verlegung von Stromkabeln in die Erde zusätzliche Leerrohre mitverlegt. Hans Burghartswieser wollte wissen, ob diese Rohre bei dem Internetausbau genutzt werden sollen. Dies hänge von der Firma ab, die den Zuschlag für die Ausbauarbeiten bekomme, erläuterte der Bürgermeister. Sollte die Firma auf die bereits vorhandenen Rohre zurückgreifen wollen, müsse sie diese bei der Gemeinde ablösen. Im Übrigen sei es nie schlecht, wenn Leerrohre bereits vorhanden seien, deshalb habe man diese Gelegenheit bei der Stromkabelverlegung genutzt.

Was tut sich in Sachen »Bahnhof Rückstetten«?

Andreas Lamminger wollte wissen, ob sich in Sachen »Bahnhof Rückstetten« neue Entwicklungen ergeben hätten. Dies sei ein sehr schwieriges und langwieriges Thema, so der Bürgermeister, an dem die Gemeinde schon lange dran sei und das sie immer wieder bei verschiedenen Gesprächen mit der Bahn mit Nachdruck einbringe. Leider sei der Stand so, dass zur Entscheidung über zusätzliche Haltestellen auf der Strecke Salzburg – Traunstein auch die Taktung der Züge auf der Strecke Freilassing – Mühldorf wichtig sei. Dies wiederum hänge von dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Freilassing-Mühldorf ab. Gasser sieht im geplanten Verkehrskonzept für den Landkreis Berchtesgadener Land eine Chance, hier wieder einen Schritt weiter zu kommen.

Eine wichtige Anregung für die Verbesserung des Veranstaltungskalenders der Gemeinde hatte Stefan Fritzenwenger aus Oberteisendorf. Seit einiger Zeit müssten die Vereine ihre Veranstaltungen online selbst in diesen Kalender eintragen. Der Zugang ist über einen Benutzercode geregelt. Viele Vereine nutzen dieses Angebot aber nicht. In der Folge ist der Kalender lückenhaft, wenig informativ und erzeugt den Eindruck fehlender Vereinsaktivitäten in der Marktgemeinde.

Fritzenwenger schlug deshalb vor, die Eingaben nach Ortsteilen zu zentralisieren und jeweils eine Person zu benennen, die die Codes mehrerer Vereine nutzen und die Eintragungen vornehmen kann. Für Oberteisendorf würde er sich anbieten, diese Aufgabe zu übernehmen. Der Bürgermeister findet diesen Vorschlag prinzipiell gut und versprach zu prüfen, ob und wie er in der Praxis umgesetzt werden könne. Wichtig sei auch ihm, dass möglichst viele Veranstaltungen eingetragen sind, aber auch, dass die Eintragungen aktuell und fehlerfrei sind.

Schulbus: lange Wartezeiten, lange Fahrten

Unzufrieden mit dem Fahrplan der Schulbusse zeigte sich Martina Ramstötter aus Kleinrückstetten. Manche Kinder müssten sehr früh von zu Hause los, um den Bus zu erreichen, dann aber in der Schule bis zum Unterrichtsbeginn sehr lange warten. Konkret nannte sie 40 Minuten für eines ihrer Kinder, das die Grundschule in Oberteisendorf besucht. Zudem gibt es den Fall, dass Kinder bis zu einer Stunde im Bus sitzen, um die sieben Kilometer von Rückstetten nach Teisendorf zu fahren. Auch hier habe sie Erfahrungen mit eigenen Kindern. Bei Nachmittagsunterricht änderten sich zudem die angefahrenen Bushaltestellen, je nach den Schülern, die den Bus benutzen. Die Eltern wüssten somit nie mit Sicherheit, wann ihre Kinder zu Hause ankommen würden.

Martina Ramstötter wollte nun wissen, ob man diese Situation nicht verbessern könne, zum Beispiel durch den Einsatz mehrerer Kleinbusse anstelle der großen Busse. Diese könnten eventuell auch kleinere Straßen befahren. Bürgermeister Gasser erklärte, dass die Lösung dieses Problems nicht einfach sei, denn die einzelnen Buslinien und Fahrtrouten müssten am Anfang des Schuljahrs ausgeschrieben werden. Zudem hätten die Busunternehmen oft nicht die passenden Fahrzeuge (Kleinbusse) zur Verfügung. Er würde aber auf die Schulen zugehen, um gemeinsam mit diesen zu prüfen, ob die Situation durch Änderungen im Stundenplan verbessert werden könne. kon

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