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Schluss mit dem Schilder-Wildwuchs

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Eine Bildmontage, wie ein einheitliches Firmen-Leitsystem  an den Hauptzufahrten der Traunreuter Gewerbeparks aussehen könnte, präsentierte Norbert Bock von Pavem Lichtwerbung dem Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Traunreut – In Traunreut soll in punkto Beschilderung künftig Ordnung herrschen. Um dem Schilder-Wildwuchs entgegenzuwirken, sollen in der Kernstadt einheitlich gestaltete Hinweisschilder auf die Firmen in den Gewerbeparks aufmerksam machen. Ein Traunsteiner Werbeunternehmen hat zusammen mit der Traunreuter Stadtverwaltung das Konzept für ein Firmen-Leitsystem erarbeitet, das nach dem Willen des Bauausschusses jetzt konkretisiert und im Frühjahr umgesetzt werden soll.


Norbert Bock von Pavem Lichtwerbung stellte dem Bauausschuss in seiner Sitzung das bisher erarbeitete Konzept vor. Er schlug vor, die Werbetafel-Anlagen je nach Bedarf auf ein, zwei oder drei Pfosten zu unterteilen; dies erleichtere bei Bedarf den Austausch oder Wechsel der Schilder. Fürs erste sollen insgesamt fünf Schilder an den Hauptzufahrten zu den Gewerbeparks West und Ost sowie Südost 1 (Oderberg) aufgestellt werden.

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Die Kosten trägt ein Werbeunternehmen

Der Stadt entstehen dadurch keine Kosten. Sie stellt lediglich die Örtlichkeiten für die Aufstellung der Beschilderung zur Verfügung. Das Aufstellen der Schilder und den Unterhalt für die nächsten zehn Jahre übernimmt das Werbeunternehmen. Dieses ist jetzt angehalten, mit den Firmen in Kontakt zu treten und entsprechende Verträge abzuschließen.

»Wir hoffen auf ein großes Feedback von den Firmen«, sagte Claudio Beilhack von der Stadtverwaltung dem Traunsteiner Tagblatt. Nach Angaben von Bock hätten bereits viele Unternehmen signalisiert, sich dem neuen Leitsystem anzuschließen. Im Frühjahr 2016 könnte das Projekt dann ungesetzt werden und die »Symphonie«, wie sie Stadtrat Michael Elsen (CSU) einst bezeichnete, vollendet werden.

Als Wirtschaftsreferent hatte Elsen das Thema auf Empfehlung des Wirtschaftsbeirats bereits vor zehn Jahren in die Diskussion gebracht. Auch der Verwaltung war der Schilderwildwuchs seit langen ein Dorn im Auge. Fertige Skizzen für ein einheitliches Firmenleitsystem schlummerten aber über Jahre in der Schublade. Elsens Nachfolger Ernst Biermaier (FW) brachte das Thema Ende 2014 wieder auf den Tisch.

In einem Antrag forderte der Wirtschaftsreferent ein konkretes Konzept und regte an, ein Unternehmen für kommunale Leitsysteme mit ins Boot zu nehmen. Biermaier monierte damals, dass der gewachsene Schilderwald den Suchenden die Orientierung oft erschwere. Ein klares, schell erkennbares und einheitliches Informationssystem sei auch ein wesentlicher Beitrag zur Imageaufwertung für die Stadt und die Unternehmen. ga

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