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Schlechte Zeiten für Raser in der Region

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Polizeirat Volker Klarner von der Verkehrspolizei Traunstein – die Inspektion führt die neue Technik federführend ein – sprach bei der Vorstellung von einem »technischen Quantensprung« in der regionalen Verkehrsüberwachung. Das »Poliscan Speed« schließe Falschmessungen aus und lasse keine ungenauen Messwerte zu. Damit steigt auch die Beweiskraft der Aufnahmen. Neben der Unterscheidung zwischen Autos und Lastwagen könne das digitale Messgerät, das aus einem Laser, einem Blitz für die Aufhellung der Fotos und einem Laptop mit Software besteht, bis zu drei Fahrbahnen in einem 45 Grad Winkel fotografieren. Dabei kann es zudem noch unterscheiden, welches Fahrzeug bei mehreren gleichzeitig fotografierten Objekten die Messung ausgelöst hat und so die Daten zuordnen.


Das Gerät hat eine Reichweite bis zu 75 Metern. Beim Test in Hammer zeigte das Gerät auf dem Laptop gestochen scharfe Bilder – zum Glück für die »ertappten« Sünder ohne Konsequenzen. Klarner warb um Verständnis für verstärkte Überwachungen. Sei doch im vorigen Jahr die Zahl der Verkehrstoten erstmals wieder gestiegen und auch in diesem Jahr halte die hohe Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang mit 46 Toten im Zeitraum Januar bis Juni an. Besonders dramatisch sei der Juli mit 28 Toten gewesen, so der Polizeirat, meist seien Alkohol und überhöhte Geschwindigkeit die Ursache gewesen.

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Dass sich die Ordnungshüter oft selbst in einem Dilemma befinden, zeigte eine Diskussion unter den Beamten aus den vier Landkreisen. Man werde gerade auch von Anwohnern im Bereich von Ortsausgängen immer wieder auf zu schnell fahrende Autofahrer angesprochen und um Kontrollen gebeten. Man könne aber nicht an jedem Ortsende mit einem Messfahrzeug stehen und permanent kontrollieren. awi