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Schleching sucht Kandidaten für gemeinsame Liste

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Sie informierten interessierte Bürger über die Arbeit im Gemeinderat und die Planungen zur Kommunalwahl 2014 (von links): Gemeinderat Andreas Hell, die Zweite Bürgermeisterin Elfie Bachmann, Bürgermeister Josef Loferer und Gemeinderat Michael Scheck. (Foto: Reichenbach)

Schleching. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung informierten die Schlechinger Bürgermeister und der Gemeinderat im Bürgerhaus über ihre Arbeit und die Vorbereitungen zur Kommunalwahl 2014. Vor allem einige Jugendliche bekundeten Interesse an der Arbeit des Gremiums.


Angestrebt wird den Informationen nach wieder eine gemeinsame Liste von maximal 24 Kandidaten aus allen politischen Parteien und Gruppierungen, von denen 12 den künftigen Gemeinderat bilden werden. Neben dem Großteil der bisherigen Gemeinderäte, die sich wieder zur Wahl stellen, sind auch neue Kandidaten erwünscht, die sich bei der Zweiten Bürgermeisterin Elfie Bachmann unter Telefon 08649/675 möglichst bis 30. November melden können.

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Nach der Einführung von Bürgermeister Josef Loferer berichtete Bachmann, seit zwei Wahlperioden habe sich die gemeinsame Liste bewährt, durch die kein Fraktionszwang von Parteien bestehe. Jeder treffe nach seiner Überzeugung mit Blick auf das Gemeinwohl die Entscheidung. Faire Diskussionen zu Sachthemen bündelten Energie. An vorderster Stelle rangieren Bauangelegenheiten, wobei Gewicht auf einen ortstypischen und -verträglichen Baustil gelegt werde. Weitere Aufgaben, wie die Dorferneuerung, der Dorfladen, Jugendarbeit, Wohnen im Alter und Energie-Autarkie prägten die Arbeit. Die Ergebnisse könnten sich sehen lassen.

Michael Scheck berichtete über die Arbeit im Bau-, Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss. Bei zwölf Ratsmitgliedern sei jeder Gemeinderat in ein bis zwei Ausschüssen vertreten. Während der Bauausschuss häufig vor Gemeinderatssitzungen Anträge vorbehandle, seien im Finanzausschuss nur zwei Sitzungen und im Rechnungsprüfungsausschuss eine Sitzung im Jahr nötig. Zudem setzen sich Referenten, die nicht im Gemeinderat vertreten sein müssen, für öffentliche Belange ein, wie der Sportreferent, der Jugend-, Familien- oder Seniorenbeauftragte. Als 1990 die inzwischen in der vierten Wahlperiode tätigen Gemeinderäte Vinzenz Bachmann, Jakob Stadler und Andreas Hell neu gewählt wurden, blockierten die Parteien einander gegenseitig, so Hell. Eine gemeinsame Liste sei erstmals 1996 angestrebt worden. 2002 und 2008 wurde sie realisiert und habe die Gemeinde vorwärts gebracht. Ein positives Echo aus anderen Gemeinden würde dies unterstreichen.

Hell erläuterte die Vorgehensweise anhand der gemeinsamen Liste von 2008. Die maximal 24 Kandidaten präsentierten sich mit kurzem Lebenslauf und Porträt in einer gemeinsamen Wahlbroschüre, die eine parteiunabhängige Persönlichkeitswahl ermöglichte. Die Reihenfolge der Plätze in der Broschüre stimmten die Kandidaten gemeinsam ab.

Geplant sei nun, innerhalb der Parteien Kandidaten anzusprechen und sich am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr im Bürgerhaus gemeinsam zu treffen, um die Kandidatenliste vorzubereiten. Da bereits zu diesem Termin alle möglichen Kandidaten anwesend sein sollten, wäre die Meldung neuer Kandidaten – auch außerhalb bisheriger Parteien/Gruppierungen – bis 30. November bei Elfie Bachmann wichtig. Sie und Martha Rappl sammeln die Lebensläufe und Porträts der Kandidaten. Richard Prasser, Vorsitzender der UBS, koordiniert die Gestaltung der gemeinsamen Liste.

Die eigentliche Aufstellungsversammlung ist am Donnerstag, 9. Januar, vorgesehen, die jedoch bis dahin bereits abgestimmt sein soll. Die endgültige Liste muss bis 23. Januar bei der Gemeinde abgegeben werden. Kandidaten müssen sechs Monate lang ihren ersten Wohnsitz in der Gemeinde haben. Neu erlaubt sind Verwandte und Ehepartner im Gemeinderat. Hell wäre froh, wenn sich auch wirklich 24 Kandidaten für eine gemeinsame Liste zur Wahl stellen würden. bre

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