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Teisendorf. Damit drei Grundstücke im Anschluss an das Gewerbegebiet Tragmoos, die bislang als Waldflächen im Flächennutzungsplan der Gemeinde dargestellt sind, in Gewerbeflächen umgewandelt werden können, muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Der Gemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung den überarbeiteten Entwurf zur 63. Änderung des Flächennutzungsplanes, der jetzt öffentlich ausgelegt wird.


Im Verfahren lagen dem Gemeinderat die Informationen vor, die Behörden und Träger von öffentlichen Belangen in der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung abgegeben haben. Nachdem sich das Gremium damit auseinandergesetzt hatte, änderte und ergänzte es den Umweltbericht, der nun den Anregungen der Natur- und Umweltschutzbehörden entspricht.

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Im Rahmen der im Parallelverfahren bereits eingeleiteten Änderung des Bebauungsplanes »Tragmoos« wird eine schalltechnische Untersuchung vorgenommen, in der die Gewerbe- sowie die Verkehrslärmemissionen ermittelt werden. In der Bebauungsplanänderung sind entsprechende Festsetzungen zu treffen. Es muss sichergestellt sein, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Die Behörden gaben zu bedenken, dass die Erweiterungsfläche (bisher Mischwald) bis auf 85 Meter an das im Außenbereich befindliche Anwesen Ried 4 heranrückt. In der Regel sei dieser Abstand zwischen einem kleinen Gewerbegebiet und einem Wohngebäude im Außenbereich als ausreichend anzusehen. Im vorliegenden Fall grenzen jedoch weitere Gewerbegebietsflächen an die Erweiterungsfläche an. Es liegt damit bereits eine hohe Vorbelastung vor, die zu berücksichtigen ist.

Darüber hinaus entfalle durch die geplante Erweiterung zum einen die Abschirmung durch den Bewuchs zum nächstgelegenen Immissionsort Ried 4 und zum anderen rücke das Gewerbegebiet näher an diesen Immissionsort heran und nicht zuletzt erhöhten sich die Gewerbelärmimmissionen auch aufgrund der größeren Fläche des gesamten Gewerbegebietes.

Eine überschlägige Berechnung – ohne Berücksichtigung der Vorbelastung des bestehenden Gewerbegebietes – mit einem flächenbezogenen Schallleistungspegel von 60 dB/m² ergebe bereits an dem nächstgelegenen Immissionsort Ried 4 einen Beurteilungspegel von rund 44 dB(A) für die Nachtzeit. Mit Berücksichtigung der Vorbelastung und ohne entsprechende Emissionsbegrenzung sei davon auszugehen, dass der zulässige Nachtimmissionsrichtwert von 45 dB(A) an dem maßgeblichen Immissionsort Ried 4 überschritten werde.

Darüber hinaus seien durch die Bahnlinie München-Salzburg im Nahbereich der Bahnstrecke Verkehrslärmimmissionen und Erschütterungen zu erwarten, bei denen Schutzmaßnahmen für Betriebsleiterwohnungen zu treffen sind. ca