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Schadstoffe in der Klosterkirche gefunden

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»Wir haben eine Einigung mit dem Nachbarn erzielt«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Dieser hatte sich durch die Klosterkirchen-Baustelle in seinen Rechten verletzt gesehen. Denn ihm gehören hinter seinem Haus vier Parkplätze, die er durch den Bauzaun (rechts im Bild) nicht mehr rechtwinklig anfahren kann. (Foto: Reiter)

Traunstein – Die Traunsteiner Klosterkirche ist auch nach Beginn der Sanierungsarbeiten ein Dauerthema: Nach einem Gerichtstermin am Verwaltungsgericht in München, folgte eine einstweilige Verfügung des Nachbarn. Nun wurden außerdem Schadstoffe gefunden, sodass im Südflügel der Galerie der Klosterkirche nicht weitergebaut werden kann.


Um welche Schadstoffe es sich handelt, weiß Oberbürgermeister Christian Kegel zum jetzigen Zeitpunkt nicht. »Das müssen die Untersuchungen ergeben«, sagte er im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Damit die Bauarbeiter nicht einer möglichen Gefahr ausgesetzt werden, werde in diesem Bereich erst mal nicht weitergebaut. »Wir werden diese Verzögerung von zwei bis drei Wochen aber bis zum Ende der Sanierungsarbeiten der Klosterkirche wieder reinholen«, zeigte sich der Oberbürgermeister überzeugt. Er betonte, dass alle anderen Arbeiten im Außenbereich planmäßig weitergehen würden.

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Zum Thema einstweilige Verfügung des Nachbarn und seines Anwalts Manfred Kösterke sagte er, »wir haben eine Einigung mit dem Nachbarn erzielt«. Dieser hatte sich durch die Klosterkirchen-Baustelle in seinen Rechten verletzt gesehen.

Denn ihm gehören hinter seinem Haus vier Parkplätze, die er durch den Bauzaun nicht mehr rechtwinklig anfahren kann, erklärte Kegel. »Die einstweilige Verfügung ruht derzeit und wird zurückgezogen, sobald wir das Beet zwischen den Parkplätzen des Nachbarn und der Mauer zum Grundstück der Ludwig-Thoma-Schule beseitigt und die Fläche gekiest haben«, so Kegel.

Zusätzlich erhält er in der Rathaus-Tiefgarage für die Dauer der Arbeiten vorübergehend vier Stellplätze als Entschädigung. »Das war aber von Anfang an geplant, denn uns war ja klar, dass er durch die Baustelle Einschränkungen haben würde. Drum haben wir das von Anfang an so angeboten. Wir sind ja an einem gutnachbarschaftlichen Verhältnis interessiert.«

Die Klage vor dem Verwaltungsgericht München gegen die Baugenehmigung für die Sanierung der Klosterkirche war auf Anraten des Gerichts zurückgezogen worden (wir berichteten). KR/coho