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Sattelzug verunglückte am Teisenberg

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Die Zugmaschine wurde bei dem Unfall gegen 3 Uhr total beschädigt. Fahrer und Beifahrer konnten zum Glück leicht verletzt aus dem Führerhaus klettern. Die Bergung dauerte bis in die Vormittagsstunden an. (Foto: Leitner)

Teisendorf – Zu großen Behinderungen kam es am Mittwoch ab den frühen Morgenstunden auf der Autobahn am Teisenberg. Ein 25-Jähriger aus Niederbayern hatte wegen Sekundenschlafs gegen 3 Uhr die Kontrolle über seinen mit Feinkost beladenen Sattelzug verloren.


In Fahrtrichtung Salzburg kam der junge Fahrer zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr auf die dortige Leitplanke und riss diese mit sich. Der Sattelzug stellte sich daraufhin quer, knickte zwischen Zugmaschine und Auflieger ein und überfuhr dabei das Brückengeländer der Unterfahrung am sogenannten Fuchssteig. Eingekeilt zwischen der als Fahrbahntrennung aufgestellten Betongleitwand und dem Geländer kam der Sattelzug schwer beschädigt quer auf der Brücke zum Stehen.

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Ein Ersthelfer eilte sofort zum Unfallort und half dem Fahrer und seinem 67-jährigen Beifahrer aus der total beschädigten Zugmaschine zu klettern. Beide hatten großes Glück und erlitten lediglich Prellungen. Mit dem Rettungsdienst wurden beide Männer vorsorglich ins Krankenhaus nach Bad Reichenhall gebracht. Gegen den 25-jährigen Fahrer wird nun ein Strafverfahren eingeleitet.

Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus Teisendorf und Neukirchen mit sechs Fahrzeugen und 43 Kameraden kümmerten sich wenig später bereits um den Lkw, bei dem sowohl die Ölwanne als auch die Dieseltanks aufgerissen waren. Der Kraftstoff lief die Fahrbahn hinunter und teilweise auch auf die Gegenfahrbahn, sodass auch diese für über eine Stunde gesperrt werden musste. Danach konnte zumindest der rechte Fahrstreifen in Fahrtrichtung München wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Weiterhin gesperrt blieb die Fahrbahn nach Salzburg, da für die Bergung des Sattelzugs ein Spezialunternehmen anrücken musste. Zuvor wurden noch die Feinkostwaren im Wert von 250 000 Euro und mit einem Gewicht von zehn Tonnen auf mehrere Ersatzfahrzeuge umgeladen, um anschließend noch ausgeliefert zu werden. Mit Unterstützung der Feuerwehr war das Umladen bis 6.30 Uhr abgeschlossen.

Dann dauerte es noch weitere zwei Stunden, bis der Lkw geborgen werden konnte. Aber auch danach musste wegen der Reinigungsarbeiten und der provisorischen Instandsetzung der Leitplanke den ganzen Tag ein Fahrstreifen in Richtung Salzburg gesperrt werden. Der Verkehr staute sich kilometerweit bis nach Grabenstätt zurück. Am Sattelzug und an den Einrichtungen der Autobahn entstand ein Schaden von mindestens 200 000 Euro.

Der Verkehr wurde von der Autobahnmeisterei und der Feuerwehr weiträumig umgeleitet. Die bereits im Stau stehenden Autos wurden schrittweise an der Betriebsausfahrt der Autobahnmeisterei am Fuchssteig von der Autobahn geholt. Erschwert wurde dies und auch die Anfahrt der Bergungsfahrzeuge durch mehrere Lastwagen, die immer wieder auf den linken Fahrstreifen fuhren. fb

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