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Sanierungsarbeiten in der ehemaligen Maxhütte gehen weiter

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Die Gemeinde Bergen treibt in diesem Jahr die Sanierung der Gebäude der früheren Maxhütte voran. Unter anderem plant sie, die Arbeiten im »Kassierhaus« (unser Bild) abzuschließen. (Foto: Gottsmann)

Bergen – Die Gemeinde treibt heuer die Sanierungsmaßnahmen der Gebäude der früheren Maxhütte voran. Zum einen plant sie, die Arbeiten im »Kassierhaus« abzuschließen, zum anderen möchte sie im »Schlackenhaus« anfangen. Rund 1,8 Millionen Euro hat der Gemeinderat für beide Maßnahmen im Haushalt für das laufende Jahr bereitgestellt. Das Gremium verabschiedete den Etat, Bürgermeister Stefan Schneider erläuterte das Zahlenwerk in der Bürgerversammlung.

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Auch in diesem Jahr hat sich die Gemeinde wieder viel vorgenommen. Im Vermögenshaushalt, dem einen Teil des Gesamtetats, der vor allem die Investitionen enthält, stehen 5,8 Millionen Euro (2018: 7,0 Millionen). Ein großer Teil dieser einmaligen Ausgaben fließt in die Sanierung der Gebäude der Maxhütte, des ehemaligen Eisenhüttenwerks, das von 1562 bis 1932 in Betrieb war. Um die Arbeiten im »Kassierhaus« zu beenden, nimmt die Gemeinde heuer noch einmal voraussichtlich rund 700.000 Euro in die Hand. Und dann geht's im »Schlackenhaus« los: Ausgaben in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro sind in diesem Jahr vorgesehen.

Ein Ausblick: 2020 möchte die Gemeinde die Sanierung im »Schlackenhaus« abschließen und dann an das »Gelbhaus« herantreten, 2021 ist dann, so der Zeitplan, auch dieses Gebäude wiederhergestellt. Im »Kassier«-, »Schlacken«- und im »Gelbhaus« werden nach den Sanierungen vier, 19 beziehungsweise zehn oder elf Wohnungen zur Verfügung stehen.

Abschließen will die Gemeinde in diesem Jahr den Um- und Ausbau des katholischen Kindergartens. Nach dem Erwerb der Immobilie hat sie die Bauarbeiter kommen lassen. Zum einen entsteht eine Krippe, zum anderen schafft die Kommune Wohnungen, die sie dann günstig vermietet. Für diese beiden Baumaßnahmen hat die Gemeinde in diesem Jahr Ausgaben in Höhe von jeweils rund 550.000 Euro eingeplant.

Eine Reihe weiterer Investitionen hat die Kommune auf ihre Agenda für 2019 gesetzt. Unter anderem hat sie auch eine halbe Million Euro für Sanierungen der Abwasseranlage in Bernhaupten und Holzhausen in den Haushalt gestellt. Vor allem im letzteren Ortsteil besteht, wie Bürgermeister Schneider in der Bürgerversammlung ausführte, akuter Handlungsbedarf.

Neben dem Vermögens- bildet der Verwaltungshaushalt den zweiten Teil des Gesamtetats. In diesem Zahlenwerk sind die Einnahmen und Ausgaben aus dem laufenden Geschäft der Gemeinde zusammengefasst. Insgesamt schließt der Verwaltungshaushalt 2019 mit 11,4 Millionen Euro (2018: 10,9 Millionen).

Die Haupteinnahmequelle der Gemeinde Bergen ist und bleibt die Beteiligung an der Einkommensteuer. In diesem Jahr erwartet die Kommune 3,1 Millionen Euro. Sie geht weiter davon aus, dass sie heuer 1,5 Millionen Euro über die Gewerbesteuer in die Kasse bekommt. Der Vergleich: 2018 hatte sie von den Betrieben im Ort – so das vorläufige Ergebnis – 1,9 Millionen erhalten. Weil sie damit rechnet, Rückzahlungen tätigen zu müssen, setzte sie den Ansatz für 2019 vergleichsweise niedrig an. An Benutzungsgebühren und ähnlichen Zahlungen erwartet die Gemeinde heuer 1,1 Millionen, an sogenannten Schlüsselzuweisungen, die der Staat steuerschwachen Kommunen zukommen lässt, rund eine Million.

An der Spitze der Ausgaben steht die Kreisumlage: In diesem Jahr muss die Gemeinde voraussichtlich rund 2,6 Millionen Euro an den Landkreis abführen – und damit mehr als bisher (vorläufiges Ergebnis 2018: 2,4  Millionen Euro). Fast annähernd so hoch sind die Ausgaben für das Personal der Gemeinde: Die Kommune rechnet damit, dass die Löhne, Gehälter und Lohnnebenkosten in diesem Jahr mit insgesamt 2,2 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Weitere Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind unter anderem auch die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft (810.000 Euro), der Gebäude- und Grundstücksunterhalt und ähnliche Aufgaben (670.000 Euro) sowie die Verwaltungs- und Betriebsausgaben (580.000 Euro).

Die Gemeinde Bergen verfügt über ein Schwimmbad, eine Kanalisation, einen Friedhof und eine Wasserversorgung – und damit über ein Vermögen im Wert von 12,9 Millionen Euro. Die Schulden betragen mit Stand 1. Januar 2019 rund 3,9 Millionen Euro. Abzüglich der Rücklagen in Höhe von 1,9 Millionen steht die Gemeinde damit mit 2,0 Millionen Euro in der Kreide. In diesem Jahr wird dieser Wert – auch und gerade bedingt durch die geplante Aufnahme eines zinsverbilligten Darlehens für die Sanierung des »Kassierhauses« in Höhe von 600.000 Euro – bis zum Ende des Jahres voraussichtlich auf dann 3,3 Millionen Euro steigen.