weather-image
21°

Sanierung des Sanitärgebäudes vorgestellt

0.0
0.0

Taching am See – Keinen Beschluss fasste der Gemeinderat zur geplanten Sanierung des Sanitärgebäudes am Campingplatz in Taching. Das Kommunalgremium ließ sich Planung und Kostenschätzung für eine Sanierung während der jüngsten Zusammenkunft zunächst lediglich vorstellen.


Architekt Florian Magg aus Freilassing und Anton Stadler vom gleichnamigen Traunsteiner Planungsbüro waren beauftragt worden, aufzuzeigen, ob eine Instandsetzung des Gebäudes überhaupt möglich wäre. Sie unterbreiteten dem Gemeindeparlament den Vorschlag, wenn überhaupt, dann in drei Etappen zu sanieren.

Anzeige

Im ersten Bauabschnitt könnten im nördlichen Gebäudekomplex, der aus dem Jahr 1975 stammt, der Technikraum, der Duschbereich sowie die Fäkalien- und Spülräume für die Campinggäste erneuert werden. In diesem Zusammenhang wäre auch eine maßvolle Erweiterung der Strandbad-Toiletten denkbar.

Estrich, Fliesen, Wände und Beleuchtung könnten nach den Vorstellungen Maggs ebenfalls ersetzt und das gesamte Gebäude zur besseren Wärmedämmung mit einer Holzschalung versehen werden. Die Kosten bezifferte der Architekt auf 1,21 Millionen Euro.

Mit weiteren 401 568 Euro könnte der zweite Bauabschnitt zu Buche schlagen. Hier wäre vorgesehen, den südlichen Gebäudeteil aus dem Jahr 1992 mit neuen Fenstern und neuen Böden auszustatten. An der Raumaufteilung soll im Falle einer Instandsetzung nichts geändert werden. Für Bauabschnitt Nummer drei, der in etwa 15 Jahren anstünde, seien laut Magg momentan keine seriösen Kostenangaben möglich. Im Falle einer Realisierung könne der hintere Gebäudeteil neue Boden- und Wandfliesen erhalten. Die Ausstattung entspreche den künftigen Erfordernissen, bekräftige der Architekt. Für die Erweiterung wäre aller Voraussicht nach ein Bauantrag erforderlich. 2001 war das Sanitärgebäude letztmalig instand gesetzt worden.

Anton Stadler erläuterte den Umbau der Heizung und Lüftung des Gebäudes. In zwei Bauabschnitten könnten die Technik verlegt, eine neue Wärmeerzeugung mit neuem Kessel sowie ein Frischwassermodul für die Spülanlage und die Strandbad-Toiletten installiert werden. Zudem könnte das Zu- und Abluftsystem erneuert und mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet werden. Die Kosten in Höhe von 422 500 und 571 500 Euro könnten laut Stadler aber deutlich reduziert werden, wenn die Solaranlage noch funktionstüchtig wäre oder nur eine neue Abluftanlage nötig würde. Die Abschreibungszeiten seien bei einer Sanierung genauso hoch anzusetzen wie beim Neubau; bei Leitungen sind dies 40 Jahre, bei Sanitärausstattungen 15 Jahre.

Bedenken hatten die Gemeinderäte besonders wegen der Tragfähigkeit des Bodens, auf dem das Gebäude steht. »Wenn weder die Statik, noch das Gewicht verändert werden, sollte es keine Probleme geben«, so Magg, der den Rat eines Geologen und eines Statikers eingeholt hatte. Eine Garantie könne er allerdings nicht geben, schränkte der Architekt abschließend ein. mia