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»Salinenstraße einzige attraktive Zufahrt in die Stadt«

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Wenn es nach Dietrich von Dobeneck und Otto Huber geht, dann soll am jetzigen Standort der Franz-Eyrich-Halle (rechts) ein Salinenpark entstehen und kein Hotel. Der Stadt liegt dazu ein Angebot eines Sponsors vor, der das Grundstück angeblich für eine Million Euro kaufen will. (Foto: Reiter)

Traunstein. Dietrich von Dobeneck und Otto Huber aus Traunstein wollen unbedingt verhindern, dass das Grundstück an der Salinenstraße an einen Hotelinvestor verkauft wird. Außerdem kritisieren sie, dass Oberbürgermeister Manfred Kösterke die Öffentlichkeit bei diesem Thema ausschließt. Denn heute werde sich der Finanzausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung mit dem Thema befassen und am Donnerstag der Stadtrat – ebenfalls im nichtöffentlichen Teil.


»Interessant gestalteter Salinenpark«

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»Die Salinenstraße ist die einzige attraktive Zufahrt in unsere Stadt, die nicht durch Gewerbegebiete führt«, findet Otto Huber. Er und Dobeneck möchten, dass auf dem Grundstück der Franz-Eyrich-Halle »ein interessant gestalteter, öffentlicher Salinenpark« entsteht. »Dieser würde die Besucher in hervorragender Weise auf die salinarische Geschichte Traunsteins aufmerksam machen«, betont Otto Huber. Unterstützt werden die beiden vom Historischen Verein für den Chiemgau zu Traunstein und dem Förderverein Alt-Traunstein.

Ihre Idee von einem Park, der die Geschichte der Saline erlebbar macht, haben sie auch Oberbürgermeister Manfred Kösterke vorgestellt und der Stadt ein Angebot gemacht: Ein Sponsor möchte das Grundstück, das der Stadt und zum größeren Teil dem Turnverein gehört, für eine Million Euro kaufen. Laut Otto Huber würde das Grundstück im Besitz der Stadt bleiben. Diese müsste sich aber bereit erklären, es für eine Erinnerungsstätte an die Salinenzeit zu nutzen – was natürlich auch mit Kosten für die Stadt in den kommenden Jahren verbunden wäre.

»Wir brauchen Sicherheit«

»Grundsätzlich ist es uns natürlich egal, woher das Geld kommt«, sagt Rudolf Belser, der 1. Vorsitzende des Turnvereins. »Doch wir brauchen Sicherheit«. Es reiche nicht, dass es heiße, da gebe es einen Sponsor, der eine Million Euro zahle. »Wir brauchen eine Bankbürgschaft. Und die ist in der Regel in kurzer Zeit nicht zu bekommen.« Belsers Meinung nach ist der Zug bereits abgefahren, »denn wir sind mit dem Hotelinvestor schon ziemlich weit.«

Oberbürgermeister Manfred Kösterke wollte sich zu dem Thema erneut nicht äußern. Denn es war nicht das erste Mal, dass das Traunsteiner Tagblatt in der Sache nachfragte. Zum Vorwurf von Dietrich von Dobeneck und Otto Huber, dass die Öffentlichkeit bei dem Thema ausgeschlossen werde, sagte er: »Der Stadtrat hat eine Geschäftsordnung, an die ich mich zu halten habe.« Grundstücksangelegenheiten seien demnach grundsätzlich in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln. Das Angebot der beiden Traunsteiner werde geprüft »und der Stadtrat wird dann zu gegebener Zeit darüber entscheiden«, sagte Kösterke. Wahrscheinlich in nichtöffentlicher Sitzung. Und wahrscheinlich am Donnerstag. Aber auch das wollte der Oberbürgermeister nicht bestätigen. Da wäre definitiv mehr Transparenz möglich. Klara Reiter