Rund 4500 Euro bei der Aktion »Helft Wunden heilen« gesammelt

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Surbergs Zweiter Bürgermeister Michael Wimmer (links) und Bürgermeister Martin Fenninger aus Wonneberg (rechts)  ehrten  im  Rahmen der Jahreshauptversammlung die langjährigen Mitglieder Josef Mühlbacher (von links), Bernhard Dirscherl, Josef Kerkemeier und Josef Mayr, der gleichzeitig Vorsitzender des Sozialverbands ist. (Foto: Aßmann)

Surberg – Die Arbeit des Sozialverbands VdK und seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter ist wichtiger denn je. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbands Surberg-Wonneberg im Wirtshaus Lauter deutlich. Wie Vorsitzender Josef Mayr erläuterte, nahm man im abgelaufenen Jahr im Kreisverband knapp 4900 Beratungen vor, hauptsächlich rund um die gesetzliche Rentenversicherung. Dabei wurden für die VdK-Mitglieder aus Widerspruchs- und Klageverfahren Nachzahlungen in Höhe von rund 194 200 Euro erreicht.


Seit seiner Gründung vor 65 Jahren – damals noch als Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen – setzt sich der VdK dafür ein, dass seine Mitglieder ihr Recht bekommen. »Der Sozialverband berät bei allen sozialrechtlichen Angelegenheiten, bringt Anträge auf den Weg, klärt die Mitglieder über ihre Ansprüche auf und vertritt sie vor Behörden und Sozialgerichten«, zählte Mayr auf. Dabei umfassten die Sachgebiete die Rehabilitation und das Behindertenrecht ebenso wie die Sozialhilfe und die Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Für eine erhöhte Nachfrage beim VdK sorgte die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren. Die Zahl der Beratungen und Rentenanträge habe sich im zweiten Halbjahr 2014 nahezu verdoppelt, bilanzierte der VdK-Ortsvorsitzende.

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Der Ortsverband Surberg-Wonneberg zählt aktuell 325 Mitglieder. Im Vorjahr absolvierten die ehrenamtlichen Helfer 20 Geburtstags- und 29 Krankenbesuche. Nicht nur an VdK-Mitglieder richtet sich das Besuchsangebot für Langzeitkranke, das 32 Mal in Anspruch genommen wurde. Wenn längerfristig kranke Mitbürger besucht werden sollen, könne das jederzeit der Vorstandschaft mitgeteilt werden, bekräftigte Josef Mayr.

Freiräume für Angehörige von Pflegebedürftigen schaffen

Darüber hinaus gibt es inzwischen das projektbezogene Ehrenamt »VdK-Pflegebegleiter«. Sie würden in erster Linie pflegenden Angehörigen zu Hause helfen und diese für zwei Stunden pro Woche entlasten. »Dabei geht es nicht um den Einsatz von ambulanten Pflegediensten. Die VdK-Pflegebegleiter beschäftigen sich mit den Pflegebedürftigen und schaffen den Angehörigen damit Freiräume«, schilderte Josef Mayr.

Viel Zeit investierten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung, des jährlichen Ausflugs, des gemütlichen Nachmittags sowie der Adventsfeier. Alle Angebote würden von den Mitgliedern dankbar angenommen und seien stets sehr gut besucht, informierte Schriftführerin Christa Kraller.

Schatzmeister Hansi Siglbauer erklärte, dass bei der Aktion »Helft Wunden heilen« rund 4500 Euro von den Helfern gesammelt wurden. Das ist das höchste Ergebnis, das je im Ortsverband Surberg-Wonneberg zusammengekommen ist. Die Hälfte des Geldes verbleibt im Ortsverband, der sich damit im Rahmen der Fürsorgetätigkeit um seine Mitglieder kümmert und auch Beihilfen an bedürftige Personen geben kann. Im Vorjahr waren das knapp 1100 Euro. »Mit diesem Geld kann der VdK effizient und unbürokratisch Soforthilfe für unverschuldet in Not geratene Bürgerinnen und Bürger leisten«, betonte Josef Mayr.

Surbergs Zweiter Bürgermeister Michael Wimmer lobte das große ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter des VdK-Ortsverbands und erinnerte daran, wie wichtig der Sozialverband sei. Das würde auch an der steigenden Zahl an VdK-Mitgliedern im Landkreis deutlich. Im Kreisverband sind zurzeit mehr als 11 760 Mitglieder registriert; das entspricht bei 170 364 Landkreis-Bewohnern einem Anteil von circa sieben Prozent der Bevölkerung.

Martin Fenninger dankte – erstmals in seiner Funktion als Wonneberger Bürgermeister – Josef Mayr, dass er sich noch während seiner Amtszeit als Gemeindeoberhaupt Wonnebergs bereit erklärt hatte, den Vorsitz des VdK-Ortsverbands zu übernehmen. Auch Fenninger betonte die immense Wichtigkeit des Sozialverbands. »Wem es selbst gut geht, der vergisst leicht, dass es Mitbürger gibt, die dringend unsere Hilfe bedürfen.« Er sagte Mayr die volle Unterstützung der Gemeinde zu, »wenn's mal brennt, hakt und zwickt« und wünschte dem Ortsverband auch für die Zukunft viele junge engagierte Mitglieder.

Anschließend gab Josef Mayr einen Überblick über die Termine. Der Jahrtag der Surberger Vereine wird am 19. April begangen. Am 17. Mai beteiligt sich der VdK-Ortsverband mit der Fahnenabordnung am 140. Gründungsfest der Musikkapelle Surberg-Lauter. Der Vereinsausflug führt am 9. September zum Achensee und zur Gramai-Alm. Die Volkstrauertage mit Kranzniederlegungen finden am 14. November in St. Leonhard und tags darauf in Surberg statt. Die Adventsfeier ist für 6. Dezember geplant.

Langjährige Mitglieder für Vereinstreue geehrt

Unter »Verschiedenes« rief Josef Fenninger dazu auf, die Rente künftig nicht prozentual, sondern gerechterweise pauschal zu erhöhen. »Sonst geht die Schere immer weiter auseinander«, monierte Fenninger. Josef Mayr sicherte zu, die Anregung an den Kreisverband weiterzuleiten.

Zum Abschluss wurden langjährige Mitglieder geehrt. Seit 25 Jahren dem Sozialverband treu sind Bernhard Dirscherl (Teisendorf) und Josef Mayr (Wonneberg). Johann Wolfgruber (Waging), Josef Stasser (Wonneberg), Josef Mühlbacher (Surberg) und Alois Lankes (Surberg) blicken auf eine 30-jährige Mitgliedschaft zurück. Josef Kerkemeier (Wonneberg) ist seit nunmehr einem halben Jahrhundert Mitglied im VdK. mia

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