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Rund 1900 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden geleistet

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Zimmermeister Michael Hellmer (links) nahm den Richtspruch vor und würdigte dabei Bauleiter Heinrich Riesemann  sowie all die fleißigen Helfer beim Neubau des Vereinsheims des Sportvereins Taching am See. (Foto: Aßmann)

Taching am See – Knapp zehn Wochen nach Baubeginn hat der SV Taching am See jetzt Richtfest gefeiert – und die vielen freiwilligen Helfer gewürdigt, die bisher rund 1900 Stunden ehrenamtlich in den Bau des neuen Vereinsheims eingebracht haben. Den Richtspruch trug Michael Hellmer vor. Der Zimmermeister, der seine Fähigkeiten auch ehrenamtlich zur Verfügung stellt, erinnerte an die zurückliegenden entbehrungsreichen Wochen und sprach ein Hoch auf Bauleiter Heinrich Riesemann und die fleißigen Handwerksleute aus.


»Wir haben uns heute das schöne Wetter verdient. Denn in den vergangenen zwei Monaten ist hier mit Volldampf gewerkelt worden«, betonte Riesemann. Die Zahl der Firmenvertreter bei der Hebfeier würde sich in Grenzen halten, da die Mitglieder viele Herausforderungen selbst gemeistert hätten. Dabei, so der Bauleiter, habe sich besonders die ältere Generation hervorgetan, die oft zwischen 12 und 14 Stunden täglich tatkräftig mit anpackte. Lob gab es aber auch für die jüngeren Mitglieder, allen voran die Fußballer, die ihre Hilfe am Bau selbst organisierten. Doris Riesemann und Kathi Kaiser kümmerten sich um die Bauarbeiter mit ihren »Verpflegungsteams«.

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Drei komplette Planungen waren erforderlich, ehe am 6. Mai der erste Spatenstich erfolgen konnte, erinnerte Riesemann. Die Idee, das Gebäude mit einem Keller auszustatten, verursachte eine dieser Umplanungen. Durch die Teilunterkellerung, die zusätzlich zu den 140 Quadratmetern Nutzfläche weitere 37 Quadratmeter Lager- und Abstellraum bietet, konnte die Länge des Vereinsheims um zwei Meter auf 17,80 Meter reduziert werden. Die Grundfläche beträgt 184 Quadratmeter; der umbaute Raum 960 Kubikmeter.

»Hätten wir die Arbeiten komplett ausgeschrieben, wären Baukosten in Höhe von rund 400 000 Euro angefallen«, rechnete Riesemann vor und kündigte an, auch weiterhin einen »strengen Bleistift« anzulegen, um die Kalkulation strikt einzuhalten. Für den Rohbau wurden rund 1900 Stunden – verteilt auf 70 Helfer – abgeleistet. Der Bauleiter selbst brachte rund 630 Stunden, das Planungsbüro von Matthias und Simone Riesemann etwa 200 Stunden in das ambitionierte Projekt ein. Nun steht der Innenausbau bevor. Bis Ende August sollen die Heizung und Elektrik eingebaut sowie das Gebäude von außen verschalt werden. »Wir wollen auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht müde werden und weiterhin motiviert anpacken. Ziel ist es, den Finanzplan einzuhalten und so schnell wie möglich den Bau fertigzustellen«, betonte Riesemann.

Anerkennung für die Leistungen aller Helfer gab es auch von Vorstand Peter Schäffler: »Ohne euch würde das neue Vereinsheim nicht möglich werden.« Es mache ihn stolz, als Vorsitzender an der Vollendung des seit vielen Jahren geplanten Projekts mitwirken zu dürfen. »Hier wird gemeinsam etwas geschaffen, das das Miteinander im Verein und im Dorf fördert und stärkt. Genauso sehen wir auch die Nutzung des Gebäudes: Es ist für alle Mitglieder und Dorfbewohner da.«

Mit einem Sponsorenkonzept will der SV Taching Geld für den Bau sammeln. So können sich alle Freunde, Gönner, Förderer und Mitglieder des Vereins, aber auch Firmen und Institutionen über eine »Dachziegelspende« an dem Bau beteiligen. »Für 50 Euro kann eine Patenschaft für einen der circa 320 Dachziegel übernommen werden«, erläuterte Stellvertretender Vorstand Falko Kühnhauser. Die Aktion soll in den nächsten Tagen starten. Detaillierte Informationen gibt es dann auf der Internetseite des SV Taching. Dort können sich Interessierte bald auch über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren. Zudem werden die Namen der Helfer und Spender veröffentlicht. mia