weather-image
11°

Ruhpoldinger Straße wird 2018 ausgebaut

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Das Bild zeigt den derzeitigen Zustand der Ruhpoldinger Straße in Richtung Hauptstraße, wo während der Testphase ebenfalls eine provisorische Fahrbahnverengung eingebaut werden soll.

Siegsdorf – Die Ruhpoldinger Straße im Ortskern von Siegsdorf ist seit Jahren in sehr schlechtem Zustand – nun soll sie ausgebaut werden.


In nichtöffentlicher Sitzung beschloss bereits im März der Gemeinderat den künftigen Ausbau zwischen der Hauptstraße und dem Bahnübergang. Dabei wurde auch über verkehrsberuhigende Maßnahmen diskutiert, wie sie im Verkehrsgutachten auch für die Hauptstraße vorgeschlagen worden waren.

Anzeige

Bevor nun die Ausbauplanung gestartet wird, sollen daher versuchsweise vier provisorische Fahrbahnverengungen in der Ruhpoldinger Straße aufgebaut werden, um die Akzeptanz bei den Bürgern zu testen und zu ermitteln, ob mit solchen Maßnahmen eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs erreicht werden kann. Bevor die provisorischen Einengungen an vier Stellen errichtet werden können, ist noch zu klären, wie die provisorischen Verengungen für den Zeitraum von Ende Juni bis Anfang November 2017 verkehrsrechtlich angeordnet werden können. Noch im Juni, und dann wieder zum Ende der Maßnahme wird die Gemeinde dazu auch Verkehrszählungen durchführen.

Mehrere Fragen und Meinungen zum Begegnungsverkehr im Bereich der Hindernisse, zur Geschwindigkeit und zum etwaigen Rückstau konnte Bürgermeister Thomas Kamm mit Verweis auf die Studien des Verkehrsgutachtens und auf gängige Praxis entkräften. Sandra Steiner befürchtete Probleme für die Feuerwehr bei den Einsatzfahrten und stimmte deshalb schließlich als einzige gegen die provisorische Aufstellung von Fahrbahnverengungen für die Testzeit von Ende Juni bis November 2017.

Ohne weitere Probleme konnte auch der Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes »Alzing-Nordwest« im Bereich des Anwesens »Alzinger Feld 6« gefasst werden. Seit geraumer Zeit hatte dieses Thema das gemeindliche Bauamt mit immer wieder geänderten Vorstellungen der Vorbesitzer beschäftigt, nun konnte endlich der »Deckel draufgelegt werden«, wie es der Bürgermeister lakonisch ausdrückte.

Nachdem aus den Behörden nur noch geringfügige redaktionelle Anmerkungen kamen und auch bereits die Anregungen und Forderungen der direkt betroffenen Nachbarn im Verfahren berücksichtigt und eingearbeitet worden waren, stimmte man einstimmig für die Änderung, die vorgestellten Planungen der neuen Besitzerin zur Umgestaltung des ehemaligen »Café Aigner« können nun baulich umgesetzt werden.

Bürgermeister Kamm berichtete abschließend über ein offizielles Dankschreiben des Polizeipräsidium Oberbayern Süd, deren »Operative Ergänzungsdienste (OED)« Teile des ehemaligen Marienheims in Eisenärzt über einen längeren Zeitraum als Übungsräumlichkeiten genutzt hatten. Die Gemeinde hatte die Räumlichkeit für das Einsatztraining der Polizeibeamten der Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf kostenlos zur Verfügung gestellt.

Durch diese Unterstützung konnten in Eisenärzt alle Polizeibeamten der vier Landkreise auf außergewöhnliche Einsatzlagen vorbereitet werden, um die Handlungssicherheit bei der Bekämpfung schwerer Gewaltkriminalität zu erhöhen. Dies war nach den Worten von Bürgermeister Thomas Kamm auch die Ursache, dass in den zurückliegenden Monaten vermehrt Einsatzfahrzeuge der Polizei rund um das Marienheim gesichtet wurden. FK

Mehr aus der Stadt Traunstein