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Ruhpoldinger Stall abgebrannt: Hoher Sachschaden

Eine große Rauchsäule zog sich am Donnerstagvormittag über die Gemeinden Ruhpolding und Inzell. Am Froschsee stand der Stall eines Bauernhofes in Flammen. In Ferienwohnungen auf dem Hof waren auch Mitglieder des Serviceteams der schwedischen Biathleten untergebracht. Verletzt wurde aber niemand. Der Schaden liegt bei mindestens 450 000 Euro.

Foto: (Foto: FDL/Kirchhof)

Das Feuer brach um kurz nach 8 Uhr im Stall des Anwesens aus. Nach ersten Erkenntnissen hatte dort der Bauer einen unter der Decke installierten Greifarm gesteuert, an dem es einen technischen Defekt gab. Daraufhin begann das Gebäude, das an der B 305 nach Inzell liegt, zu brennen. Der Bauer konnte sich, seine Familie, die Feriengäste auf dem Hof und auch die 20 Kühe im Stall retten.

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Nach der Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle rückten die Floriansjünger aus Ruhpolding, Inzell, Siegsdorf, Hammer, Eisenärzt, Traunstein und Vachendorf an. Schon auf der Anfahrt wies eine weithin sichtbare Rauchsäule den Einsatzkräften den Weg zum Brandort. Bei Eintreffen der ersten Löschtrupps stand die Scheune in Vollbrand. Sofort legten die Feuerwehren ihr Augenmerk auf die Sicherung des angebauten Wohngebäudes. Durch zahlreiche Löschtrupps, die rund um das Gebäude postiert waren, sowie von der Drehleiter aus wurde das Feuer bekämpft.


Da es anfänglich Schwierigkeiten gab, ausreichend Löschwasser zu dem einzeln stehenden Anwesen zu bringen, wurden weitere Feuerwehren alarmiert. Daraufhin rückten Tanklöschfahrzeuge aus Haslach, Wolkersdorf, Erlstätt, Holzhausen, Bergen, Surberg, Vogling an sowie aus dem Berchtesgadener Land die Feuerwehren aus Neukirchen, Weißbach, Bad Reichenhall, Karlstein, Schneitzlreuth und Bayerisch Gmain.


Nach rund eineinhalb Stunden intensiver Löscharbeiten durch die 20 Feuerwehren mit insgesamt 340 Mann war das Feuer weitestgehend gelöscht. Stall und Scheune, sowie ein erst im letzten Jahr neu angebauter Gebäudeteil wurden ein Raub der Flammen. Am Wohnhaus entstand zwar ein Schaden durch Brandrauch, nach intensiver Belüftung sei das Wohnhaus wieder uneingeschränkt benutzbar, so die Einschätzung von Kreisbrandrat Hans Gnadl nach Ende der Löscharbeiten.


Dass das Wohngebäude nicht auch noch zerstört wurde, sei der neuen, erst im letzten Jahr gebauten Hauptwasserleitung von Ruhpolding nach Inzell zu verdanken, die nur wenige Hundert Meter vom Gebäude entfernt an der Bundesstraße 305 verläuft. »Ohne diese neue Wasserleitung wäre das Wohnhaus nicht zu halten gewesen«, so Gnadl.


Im Stallgebäude waren Maschinen, Heu und Vorräte untergebracht. Skier der Biathleten, die derzeit am Weltcup in Ruhpolding teilnehmen, waren laut einem Sprecher der Polizei dort nicht gelagert. Die Feuerwehreinsatzleitung schätzt den Schaden auf rund 450 000 Euro.


Neben den zahlreichen Feuerwehreinheiten waren mehrere Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes als Sicherheit für die eingesetzten Helfer vor Ort, ebenso der Einsatzleiter Rettungsdienst und die Polizei. Einsatzkräfte wurden bei dem Großbrand nicht verletzt. Die Bundesstraße 305 zwischen Ruhpolding und Inzell war zeitweise gesperrt.    pv/apo

Großbrand bei Ruhpolding, 9. 1. 2014

Quelle: FDLnews / Kirchhof